14-Jährige angeklagt

Bluttat auf Friedhof: Messer-Attacke wochenlang geplant

Nach der Attacke auf eine 67-Jährige am Friedhof Baumgarten liegt nun die Mordanklage gegen eine 14-Jährige vor.
Thomas Peterthalner
23.05.2026, 20:05
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Eine unfassbar grausame Bluttat schockierte im Winter ganz Wien. Eine 14-Jährige soll am 23. Februar 2026 eine 67-jährige Wienerin mit mehr als 80 Stichen auf dem Friedhof Baumgarten in Wien-Penzing niedergemetzelt haben. Die 14-Jährige war wegen psychischer Probleme in einer betreuten Wohngemeinschaft untergebracht, war dort aber nicht eingesperrt. Die Anklage der Staatsanwaltschaft Wien ist nun fertig, die14-Jährige soll sich wegen Mordes vor Gericht verantworten.

Klappmesser vor Tat gekauft

Laut Ermittlungen soll die Jugendliche den Entschluss, jemanden zu töten, bereits Wochen zuvor gefasst, die heimtückische Attacke genau geplant haben. So kaufte die Jugendliche bereits Mitte Februar in einem Messergeschäft die mutmaßliche Tatwaffe, ein Klappmesser mit Holzgriff. Tötungsphantasien soll sie schon früher auf Social Media mit anderen Personen geteilt haben.

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Opfer zufällig ausgewählt

Am Tag der Messer-Attacke soll sie sich noch sogenannte "Benzos" besorgt haben – verschreibungspflichtige Medikamente gegen Angstzustände. Dann begab sich die Jugendliche auf den Friedhof Baumgarten, den sie bereits von früheren Spaziergängen kannte. Dort soll sie gezielt nach einem Opfer gesucht haben. Gegen 15.45 Uhr erblickte sie laut Ermittlungen die 67-Jährige, die gerade vor einem Grab stand.

80 Stiche in Hals und Gesicht

Die 14-Jährige zögerte nicht, soll sofort von hinten auf die Frau eingestochen haben. Beide stürzten zu Boden, doch die Jugendliche soll weiter mit dem Klappmesser in Hals und Gesicht gestochen haben. Die Ermittler dokumentierten mehr als 80 Stich- und Schnittverletzungen.

Bilder von Opfer verschickt

Nach der Tat soll die Jugendliche die Leiche mit ihrem Handy gefilmt und die Aufnahmen an mehrere Personen verschickt haben. Bei ihrer Festnahme fragte sie laut Ermittlungen zunächst nach einer Zigarette. Ein Zeuge beschrieb die 14-Jährige als "völlig emotionslos". Sie habe das Gefühl gehabt, jemanden töten zu müssen, sagte die Verdächtige aus.

Streit um Gutachten

Ein psychiatrisches Gutachten attestierte ihr zwar eine psychische Erkrankung, dennoch sei die "Zurechnungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt gegeben" gewesen. Star-Anwältin Astrid Wagner vertritt die 14-Jährige. Sie bekämpfte das Gutachten und forderte ein neues psychiatrisches Gutachten. Das Oberlandesgericht wies den Einspruch jedoch zurück. Ein Prozesstermin steht derzeit noch nicht fest, für die 14-Jährige gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } pet, {title && {title} } 23.05.2026, 20:05
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