Bei Braunschweig im deutschen Bundesland Niedersachsen sind am Samstag drei Menschen ums Leben gekommen, nachdem ein Auto auf der Flucht vor der Polizei in den Mittellandkanal gestürzt ist. Zwei weitere Personen wurden schwer und lebensgefährlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich der Fahrer eines BMWs auf der B4 einer Kontrolle entzogen. Gegen 13 Uhr wollte eine Patrouille das Fahrzeug auf der A2 in Richtung Hannover anhalten, doch der Fahrer gab Gas und raste davon.
Nur wenige Minuten später kam es auf der Bundesstraße 4 zu dem tödlichen Unfall. Nach Angaben der Polizei überholte der BMW drei Fahrzeuge rechts, berührte sie und touchierte die Leitplanke. Anschließend geriet er in den Gegenverkehr und stieß frontal mit einem entgegenkommenden VW Touran zusammen. Danach durchbrach der Wagen das Geländer der Brücke und stürzte in den Mittellandkanal.
Rettungskräfte, Taucher und Feuerwehrleute waren im Einsatz. Sie konnten die drei Insassen des BMW nur noch tot bergen. Die beiden Personen im VW Touran wurden schwer verletzt, eine davon lebensgefährlich. Sie wurden mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen. Laut Polizei waren insgesamt fünf Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt.
Die Bundesstraße 4 blieb im Bereich des Mittellandkanals und am Ende der A391 mehrere Stunden voll gesperrt. Trümmerteile lagen über die gesamte Fahrbahn verstreut, die Leitplanke war stark beschädigt. Am Abend konnte der völlig zerstörte BMW aus dem Wasser geborgen werden.
Zur Identität der Toten liegen der Polizei bislang keine Informationen vor. Ein Gutachter wurde hinzugezogen, um den genauen Unfallhergang zu klären. Die Ermittlungen dauern an.