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Böser Verdacht: Prominente kaufen Corona-Impfstoff auf

Ärzte die Reichen zum Status "Hochrisikopatient" verhelfen und "Geschenke" an Pflegeheime – die Wörthersee-Society prescht bei der Impfung vor.

Florian Horcicka
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Blick auf den Wörthersee, der besonders bei Multimillionären beliebt ist.
Blick auf den Wörthersee, der besonders bei Multimillionären beliebt ist.
iStock/artorn

Betagt und betucht, das sind die Attribute die Multi-Millionäre, Stars und prominente Unternehmer rund um den Kärntner Wörthersee auszeichnen. Mehrere bekannte Vertreter aus diesem Kreis verschaffen sich mit Geld und Beziehungen einen Startvorteil bei der Corona-Impfung. Der Klagenfurter Neos-Chef Janos Juvan bestätigt gegenüber "Heute": "Es scheint eine Bevorzugung bei der Impfung zu geben. Die Art des Impfmanagements öffnet dem Schwarzmarkt leider Tür und Tor."

Beliebte Masche: Ärzte stufen bekannte Kunden als Hochrisikopatienten ein, damit diese früher immunisiert werden. Laut Juvan gibt es auch schon Anfragen aus Wien, wie man denn in Kärnten früher drankommen könne.

Ins Rollen kam die Affäre, weil durchsickerte, dass ein Klagenfurter Pflegeheim Angehörige mit Impfdosen versorgte. Für Mitarbeiter blieb dann kein Impfstoff mehr übrig. Offizielle Erklärung: Der Impfstoff muss rasch verbraucht werden, daher suche man im Einzelfall Impfwillige außerhalb des Heims.

Dies dürfte aber öfters vorkommen – mit Manipulationsmöglichkeiten für Prominente.