Showdown gegen Györ

Bolla: "Rapid hat alle Zutaten, um Titel zu holen"

Mit dem Aufstieg gegen Györ will Rapid am Donnerstag den perfekten Saisonstart krönen. "Heute" fragte im Vorfeld bei Bendeguz Bolla nach.
Erich Elsigan
28.08.2025, 06:47
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Showdown in Hütteldorf! Rapid muss heute (19 Uhr) im ausverkauften Allianz Stadion ein 1:2 gegen Györ drehen, um sich für die Conference League zu qualifizieren. "Ich will nicht überheblich klingen, aber ich habe keine Zweifel am Aufstieg", sagt Bendeguz Bolla im "Heute"-Interview. "Ich kenne unsere Qualitäten. Wir kämpfen bis zur allerletzten Sekunde. Wir haben zwar das Hinspiel verloren. Aber in unserem Stadion, vor unseren Fans, da zählt das nicht viel. Wir werden das Ergebnis drehen."

"Heute": Ist es für Sie speziell, gegen einen Verein aus Ihrer Heimat Ungarn zu spielen?
Bolla: "Ja, denn für mich ist es das erste Duell mit einem ungarischen Klub, seit ich im Ausland spiele. Ich werde aber nicht ausflippen deswegen, werde nicht anders spielen – auch wenn viele Dinge in mir vorgehen."

Rapid ist gut in die Saison gestartet. Was ist heuer möglich – ein langersehnter Titel?
"Letztes Jahr war die Situation nahezu ident. Auch da haben wir ideal begonnen und bis zum Winter gut gespielt. Wir sind auch heuer gut unterwegs. Wichtig wird aber sein, über das ganze Jahr konstant zu sein. Das müssen wir verbessern. Die Qualität des Teams ist sicher nicht das Problem. Auch auswärts müssen wir im Vergleich zum Vorjahr mehr punkten. Bis jetzt gelingt es uns. Wir haben einige neue Spieler, die sich gut eingefügt haben. Ich denke also, dass wir alle Zutaten haben, um einen Titel zu holen."

Rapid hat viele französischsprechende Spieler im Kader. Wie läuft die Kommunikation ab?
"Die Amtssprache ist bei uns mittlerweile Französisch. Nein, das ist nur ein Spaß. Ich würde sagen, dass in der Kabine hauptsächlich Englisch gesprochen wird. Die Kommunikation klappt gut, jeder versteht, was in den Taktik-Meetings besprochen wird. Am Ende des Tages ist aber nur wichtig, dass wir am Platz dieselbe Sprache sprechen – auf Fußball umgemünzt."

Habt ihr Dolmetscher oder bestimmte Tools im Einsatz?
"Wir haben seit ein paar Wochen bei Meetings ein Übersetzungsprogramm, das Spieler verwenden können. Das hilft schon weiter. Der Klub versucht alles."

Sie haben im ÖFB-Cup gegen Innsbruck ein spektakuläres Siegestor erzielt. Coach Peter Stöger hat dennoch danach gemeint, dass Sie "nicht der Fleißigste" sind. Stimmen Sie zu?
"Ich weiß nicht genau, was er gesagt hat, aber ich war über mein Tor sehr glücklich. Ich mache im Training alles, um der Mannschaft zu helfen, das kann ich garantieren. Das Team steht an erster Stelle für mich. Ich hoffe, der Trainer ändert seine Meinung in Zukunft." (lacht)

Einer Ihrer besten Freunde ist Liverpool-Star Dominik Szoboszlai. Wie oft sehen und hören Sie ihn?
"Unsere Freundschaft besteht schon lange, seit wir sechs, sieben Jahre alt waren. Wir sind quasi zusammen aufgewachsen. Leider sind unsere Terminkalender rappelvoll, wir sehen uns also meist nur beim Nationalteam. Wir sind aber in Kontakt."

Apropos: Mit Ungarn empfangen Sie im September in der WM-Quali Portugal mit Cristiano Ronaldo. Ein Highlight?
"Das Nationalteam ist immer eine große Ehre, egal, wie der Gegner heißt. Aber sicher, daheim gegen Ronaldo zu spielen, ist nicht alltäglich. Wir wollen punkten, wollen zur WM fahren."

Haben Sie ein Vorbild?
"In meinen jungen Jahren war es tatsächlich Cristiano Ronaldo. Ich mochte, wie er Tore erzielt, wie er spielt, wie er trainiert und arbeitet, um sein Level zu erreichen. Später habe ich mehr auf Spieler geschaut, die meiner Position als Außenverteidiger entsprechen. Mir hat Dani Alves gefallen, als er in Barcelona war. Oder Trent Alexander-Arnold. Sie interpretieren ihr Spiel eher offensiv, so wie ich auch. Aber natürlich will ich meinen eigenen Stil entwickeln."

Ihr Körper ist mit Tattoos übersät. Wie viele sind es genau, was bedeuten sie?
"Einige haben eine Geschichte, andere habe ich mir einfach stechen lassen, weil sie mir gefallen. Das erste habe ich mir mit 17 machen lassen – davor braucht man die Erlaubnis der Eltern. Dann ging es flott und es kam ständig eines dazu. Ich weiß gar nicht, wie viele es momentan sind. Viel Platz ist auf meinem Körper jedenfalls nicht mehr übrig. Seit rund einem Jahr war ich nicht mehr beim Tätowiere. Und es ist aktuell auch nichts geplant."

Lassen Sie sich ein Tattoo stechen, falls Rapid einen Titel holt?
"Garantiert, dann finden wir einen Platz auf meinem Körper."

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