Während Inhaftierung

Boris Becker: "Einzige Tag, an dem ich geweint habe"

Boris Becker spricht offen über seine Haftzeit, Ängste und die Bedeutung von Familie für seinen Neuanfang nach der Entlassung.
Heute Entertainment
05.12.2025, 14:17
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

"Das ist das Brutalste, was man sich vorstellt", so beschreibt Boris Becker (58) seine Zeit im Gefängnis. Im April 2022 wurde der ehemalige Wimbledon-Sieger zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er in seinem Insolvenzverfahren Vermögenswerte verschwiegen hatte. Acht Monate davon musste er tatsächlich in einem britischen Gefängnis absitzen. Eine Zeit, die ihn an seine Grenzen gebracht hat.

"Ich hatte Todesangst"

Gerade der Mann, der am Tennisplatz immer so unerschütterlich gewirkt hat, gestand jetzt seine größte Angst ein. "Ich wirke so stark und selbstbewusst. Im Gefängnis war ich das nicht", räumte Becker bei "2025! Menschen, Bilder, Emotionen" gegenüber Moderator Steffen Hallaschka ein. "Ich hatte Todesangst."

Der Grund für diese Angst: Er saß mit "Mördern, Kinderschändern und Drogenhändlern" ein. Laut Becker also mit den "schlimmsten Kriminellen, die man sich vorstellen kann".

Einzige Tag an dem ich geweint habe

Im Gefängnis verliert man alles, erklärte der 58-Jährige weiter: "Freiheit, Geld, Freunde und Kinder." Trotzdem hat er einen Weg gefunden, diese harte Zeit zu überstehen. Vor allem eine Person war dabei entscheidend: seine heutige Ehefrau Lilian de Carvalho Monteiro. "Ohne ihre Kraft und Unterstützung hätte ich das Ganze nicht geschafft", betonte Becker.

Trotz der vielen dunklen Stunden gab es für Becker auch einen Lichtblick hinter Gittern. Gemeinsam mit anderen Häftlingen hat er im Gefängnis das Wimbledon-Finale im Fernsehen angeschaut. Seine Frau und sein Sohn Noah saßen währenddessen live im Stadion. Als sein früherer Schützling und Freund Novak Djokovic das Match für sich entscheiden konnte, haben ihn die Gefühle übermannt. "Das war der einzige Tag, an dem ich geweint habe. Allerdings aus Freude", erinnerte er sich. "Da bin ich aufgestanden, habe die Arme in die Luft gestreckt und habe auch gewonnen in dem Moment."

Heute, drei Jahre nach seiner Entlassung, sieht sich Boris Becker als neuen Menschen. "Ich bin vor drei Jahren rausgekommen und bin ein neuer Mensch!", erklärte er. Er hat einiges falsch gemacht und dafür die Rechnung bezahlt. "Heute mache ich vieles besser."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.12.2025, 15:08, 05.12.2025, 14:17
Jetzt E-Paper lesen