Gegen 22.00 Uhr sahen viele Bewohner der Huglgasse besorgt durch das Fenster, denn: Ein eigenartiger Brandgeruch breitete sich aus – auch die Passanten wurden darauf aufmerksam und blieben vor dem Wohnhaus stehen. Mehrere "Heute"-Leser beobachteten den Vorfall vor Ort – die Wiener Polizei sowie die Feuerwehr waren im Einsatz.
Die Pressestelle der Wiener Berufsfeuerwehr bestätigte auf Anfrage von "Heute" den Eingang des Notrufs gegen 22.00 Uhr. Aufgrund der Sorge, dass es sich um einen Dachterrassenbrand handeln könnte, rückten die Einsatzkräfte gleich mit sechs Fahrzeugen und 27 Mann aus. Beim Eintreffen der Feuerwehr wurde klar, dass Bewohner offensichtlich in einem Ofen heizten. Überfällige Ablagerungen fingen im Zuge dessen Feuer.
Aufgrund des Einsatzes musste der Bereich um die Huglgasse umfahren werden. Die Buslinie 12A wurde zwischenzeitlich zwischen der Schmelzbrücke und Johnstraße über die Schweglerstraße und Hütteldorfer Straße umgeleitet. Durch die Straßensperre der Wiener Polizei konnten die Straßenbahnlinie 49 im Bereich der Huglgasse nicht halten.
Mit speziellen Inspektionsrauchfangkehrfahrzeugen und einer Drehleiter legten die Florianis den Ofen schließlich still. Kurz nach 23.00 Uhr rückten die Einsatzkräfte schließlich wieder ein und der Öffi-Betrieb konnte wieder aufgenommen werden.
Der Brand in dem Wohnhaus stellte in dem konkreten Fall zwar keine große Gefahr dar, dennoch warnt die Berufsfeuerwehr von sogenannten Ofenbränden. "Verniedlichen darf man so einen Vorfall nicht, da ein in Brand geratener Rauchfang Funkenflüge verursachen kann. Somit könnten weitere Bewohner – beispielsweise naheliegende Dachterrassen – innerhalb weniger Sekunden in Brand geraten", stellt ein Feuerwehrsprecher im Gespräch mit "Heute" klar. Auch die Rauchgasbildung könnte vor allem für die Bewohner lebensgefährlich werden.