Sie streitet alles ab

Brandstiftung in Asylheim: 5-fache Mutter vor Gericht

Nach dem Brand in einem Asylheim in Oberösterreich steht die Hausbesitzerin wegen mutmaßlicher Brandstiftung vor Gericht.
Oberösterreich Heute
03.10.2025, 23:00
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Vor einem Jahr brannte ein Gasthaus im Bezirk Freistadt lichterloh – jetzt sitzt die mutmaßliche Brandstifterin in Linz auf der Anklagebank. Die 40-jährige Angeklagte, Mutter von fünf Kindern, soll laut Staatsanwaltschaft das Gebäude selbst in Brand gesetzt haben. In dem Haus waren Asylwerber untergebracht. Das Motiv? Schulden. Die Frau streitet alles ab.

"Die Vorwürfe stimmen nicht", sagte die Beschuldigte laut "OÖN" am Freitag vor dem Landesgericht Linz. Der Andrang war enorm – rund 50 Schaulustige wollten die Verhandlung verfolgen, manche standen im Saal.

Die Staatsanwältin ist überzeugt: Die Beschuldigte legte selbst das Feuer – mit Müll, Matratzen und Klopapier in einem Gang zwischen Küche und Gaststube. Auslöser sollen massive Geldprobleme gewesen sein: 700.000 Euro Schulden, monatlich ein Minus von bis zu 90.000 Euro, die Immobilie mit sechs Millionen Euro versichert.

Die Frau kontert: "Es ist uns gut gegangen und auf dem Konto hat es auch gut ausgeschaut." 15.000 Euro monatlich bekam sie vom Land für die Unterbringung von Asylwerbern, 4.000 Euro seien für Kredite und Lebenshaltung draufgegangen. Doch auf Nachfrage konnte sie keine genauen Kosten für den Betrieb nennen.

Brisant: In der Brandnacht war die Angeklagte noch am Tatort – von 0.11 bis 0.43 Uhr, um angeblich die Heizung zu kontrollieren. Zwischen 0.39 und 0.41 Uhr brach laut Gutachter das Feuer aus. "Ich habe dann noch eine geraucht und bin heimgefahren", sagte die Frau – das Feuer will sie nicht bemerkt haben.

Ihr Anwalt betonte: "Ja, meine Mandantin war in der Nähe des Brandherdes – aber 17 andere Personen auch." Im Fall einer Verurteilung drohen der 40-Jährigen bis zu zehn Jahre Haft, es gilt die Unschuldsvermutung. Der Prozess wurde am Freitag vertagt, es sollen weitere Zeugen befragt werden.

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