Ski-Geschichte im ersten Saisonslalom! Lucas Pinheiro Braathen feierte am Sonntag in Levi den ersten Weltcupsieg in der brasilianischen Historie. Der Norweger geht seit dem Vorjahr für das Heimatland seiner Mutter an den Start.
In Finnland war der exzentrische Athlet eine Klasse für sich, siegte vor Clement Noel (FRA, +0,31 Sekunden) und dem sensationellen Lokalmatador Eduard Hallberg (FIN, +0,57). Nach dem Stangen-Samba kniete sich Braathen in den Schnee, schrie in die Kamera: "Vamos, Brasil!"
Bester Österreicher: Michael Matt als Neunter (+1,31). Matt führte ein ÖSV-Paket an, dicht gefolgt von Fabio Gstrein (+1,32) und Manuel Feller (+1,40). Wobei Gstrein als Zwischen-Siebenter zurückfiel, Feller sich nach durchwachsenem ersten Durchgang um zwölf Plätze in der Entscheidung deutlich verbessern konnte.
Für den Tiroler, der Teile der Vorbereitung wegen Rückenbeschwerden verpasst hatte, eine Erleichterung: "Die unrhythmische Kurssetzung und die wenigen Trainingstage haben dazu geführt, dass ich mir nicht alles zugetraut habe im Ersten." Österreichs Slalom-Ass grinste: "Im zweiten Durchgang war es besser. In Val d'Isere will ich wieder bei hundert Prozent sein, das war mein Ziel."
Als positiv ist auch die Leistung von Marco Schwarz zu bewerten. Der Kärntner ging mit der hohen Startnummer 28 ins Rennen, wurde 19. Nach seiner harten Comeback-Saison nach Kreuzbandriss, in der er kaum Augenmerk auf den Slalom gelegt hatte, steht für den Riesenslalom-Zweiten des Saisonauftaktes in Sölden das Sammeln von Punkten im Kampf um eine niedrigere Startnummer im Fokus.
Doppel-Olympiasieger Johannes Strolz (+2,46) wurde 24.