Die Brau Union setzt in Österreich auf verschiedene Maßnahmen, um effizienter zu werden. Einen größeren Stellenabbau soll es aber nicht geben, hieß es am Mittwochmittag aus der Zentrale in Linz auf Anfrage des ORF.
Die Brau Union arbeite schon seit dem Vorjahr an einer Steigerung der Produktivität. In Österreich habe man bereits im vergangenen Jahr mit zahlreichen Maßnahmen auf diese Produktivitätssteigerung hingearbeitet.
"Unser Kurs bleibt klar: kontinuierliche Effizienzsteigerungen durch Digitalisierung und Robotisierung, Engagement für ressourcenschonenden Materialeinsatz, um unseren Kundinnen und Kunden das Beste aus Innovation und Tradition zu bieten", so der Konzern laut ORF OÖ in einer Stellungnahme.
Beim Mutterkonzern Heineken, zu dem Marken wie Tiger, Amstel und Desperados gehören, wird es in den kommenden zwei Jahren jedoch einen Stellenabbau geben. Das ist Teil einer neuen Strategie, die bis 2030 läuft. Das Ziel: Mit weniger Ressourcen mehr Wachstum schaffen.
Der Konzern erhofft sich dadurch deutliche Einsparungen. Weltweit arbeiten rund 87.000 Menschen bei Heineken, das Unternehmen ist in 190 Ländern tätig. In Österreich gehören unter anderem Gösser, Zipfer und Puntigamer zur Brau Union.
Im abgelaufenen Jahr 2025 hat Heineken die Erwartungen sogar übertroffen. Der Betriebsgewinn ist organisch um 4,4 Prozent gestiegen, Analysten hatten mit einem Plus von vier Prozent gerechnet. Für 2026 ist das Management aber vorsichtiger: Der Betriebsgewinn soll nur noch um zwei bis sechs Prozent wachsen. Zuvor hatte Heineken noch ein Plus von vier bis acht Prozent angekündigt.