Der Fall sorgte für Aufsehen: Ein hochdekorierter Wissenschafter war im Juni 2024 mit seinem Berner Sennenhund von der Hungerburg nach Innsbruck gefahren, als das Tier in der Innenstadt plötzlich zusammenbrach. Zeugen, darunter eine Tierärztin, bestätigten damals einen kritischen Zustand: Der Hund war dehydriert, überhitzt und beinahe kollabiert.
Vor Gericht ging es darum, ob der Halter seinen Hund überfordert hatte. Zunächst hatte der Mann eine Diversion mit 8.000 Euro Geldbuße akzeptiert, diese aber nicht bezahlt – dadurch kam es zum vollständigen Beweisverfahren.
Später brachte der Angeklagte einen neuen Aspekt ins Spiel: Er habe dem Hund eine Zeckentablette gegeben, deren Nebenwirkungen den Zustand ausgelöst haben könnten. Ein Sachverständiger schloss das nicht aus, ein klarer Zusammenhang konnte jedoch nicht bewiesen werden, wie der ORF berichtet.
Damit blieb der entscheidende Vorwurf unklar. Das Gericht sprach schließlich einen nicht rechtskräftigen Freispruch aus. Die Richterin hielt fest, dass das "Zeckentabletten-Argument" erst spät eingebracht wurde und das Verfahren dadurch komplexer wurde.
Am Ende blieb vor allem ein Befund: Der Hund hat den Vorfall überlebt – und soll sich mittlerweile wieder erholt haben.