"Fehlt jeden Tag"

Jäger erschießt "Cooper" – jetzt soll er 5.000 € zahlen

Weil er Hund "Cooper" kurz nach Weihnachten erschossen haben soll, musste sich am Freitag ein Jäger in Steyr vor Gericht verantworten.
Oberösterreich Heute
17.04.2026, 11:35
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Es ist ein Schuss, der bis heute nachhallt: Am Freitag musste sich jener Jäger (84) vor dem Landesgericht Steyr verantworten, der Ende Dezember den Border Collie "Cooper" erschossen haben soll. Die Anklage: Tierquälerei und Sachbeschädigung.

"Cooper" war sofort tot

Am 27. Dezember kam es auf einer Forststraße in Pettenbach (Bez. Kirchdorf) zur Tragödie: "Cooper" spazierte mit seinem Besitzer Fabian (30), gut sichtbar mit grellem Brustharnisch. Dann fiel plötzlich ein Schuss von einem Hochstand – der Hund war sofort tot.

Für den 30-Jährigen ein Moment, den er bis jetzt nicht begreifen kann. Es habe sich wie ein "böser Traum" angefühlt, erzählte er im Gespräch mit "Heute". Ein Video zeigt das Gespräch direkt nach dem Vorfall. Wie der Besitzer erklärte, soll der Jäger mehrmals gesagt haben, er habe den Hund mit einem Fuchs verwechselt.

Diversion angeboten

Für Fabian ist der Schmerz geblieben. "Cooper" wurde eingeäschert, zuhause erinnert ein kleiner Schrein an den Hund. "Er fehlt einfach jeden Tag", sagte der 30-Jährige. Der Jäger gab nach dem Vorfall freiwillig seine Jagdkarte und seine Waffe ab.

Nach Ermittlungen erhob die Staatsanwaltschaft Steyr Anklage. Am Freitagvormittag stand der 84-Jährige vor Gericht. Die Verhandlung wurde schließlich vertagt, weil eine Diversion angeboten wurde. Zahlt der Jäger eine Geldbuße von 5.000 Euro, wird das Verfahren eingestellt. Dann gebe es auch keinen neuen Verhandlungstermin, erklärt eine Sprecherin des Landesgerichts "Heute".

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