12,9 Mio. Euro Schulden

Brisante Millionenpleite um berühmtes Schloss in NÖ

Finanzielle Turbulenzen rund um die Vermarktung und Nutzung des Schlosses Leopoldsdorf vor den Toren Wiens – das ist der aktuelle Stand.
Niederösterreich Heute
01.06.2026, 19:18
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Über das Vermögen der Lifestyle Realbesitz Verwertungsgesellschaft mbH & Co KG wurde am Freitag am Landesgericht in Korneuburg ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet, das bestätigte Günther Moser vom Österreichischen Verband Creditreform.

Geschäftszweck der Schuldnerin ist die Verwaltung und Verpachtung von Immobilien. Die primäre Einnahmequelle resultierte aus der Vermarktung und Nutzung des Schlosses Leopoldsdorf bei Wien.

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Gesellschaften schlitterten in Insolvenz

Als Mieter waren im Schloss u.a. die Eyemaxx International Holding & Consulting GmbH sowie die VST Building Technologies AG ansässig. Diese beiden Gesellschaften schlitterten in die Insolvenz, daraufhin haben die bestellten Masseverwalter wegen der eingeleiteten Liquidation die Mietverträge für die Büroräumlichkeiten aufgelöst.

Ohne diese Einnahmen ging viel Liquidität bei der Schuldnerin verloren, die zur Deckung der Erhaltungskosten des Schlosses dringend benötigt werden. Da die Mietflächen an die speziellen Bedürfnisse der Bestandnehmer angepasst waren, scheiterten Versuche einer Neuvermietung.

Wegen der hohen Verbindlichkeiten verständigte man sich dann mit den Hypothekargläubigern auf den Verkauf des Schlosses. Aufgrund globaler Krisen ist man sich bisher mit Interessenten, vornehmlich aus Drittstaaten, nicht einig geworden.

23 Gläubiger betroffen

Die Insolvenzantragstellung war somit laut Creditreform alternativlos. Von der Insolvenz sind 23 Gläubiger betroffen. "Ziel ist weiterhin der Verkauf des Schlosses zu bestmöglichen Konditionen, Verhandlungen mit potentiellen Käufern werden fortgesetzt. Die Verbindlichkeiten machen 12,9 Mio. Euro aus, der Großteil hiervon ist hypothekarisch besichert", heißt es weiter.

Quotenrelevant für einen Sanierungsplan wären daher laut Einschätzung des Schuldnervertreters lediglich rund 366.000 Euro.

Den Gläubigern soll zur Entschuldung ein Sanierungsplan mit einer Quote von 30 % angeboten werden.

Gläubiger können ihre Forderungen über den Österreichischen Verband Creditreform bis 2. Juli 2026 anmelden. Die Prüfungstagsatzung hat das Landesgericht in Korneuburg für den 16.7.2026 angesetzt, über den Sanierungsplan soll dann am 27.8.2026 abgestimmt werden.

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