Die Encyclopaedia Britannica, eines der ältesten und renommiertesten Nachschlagewerke der Welt, geht rechtlich gegen OpenAI vor. Der Vorwurf wiegt schwer: ChatGPT soll erfundene Inhalte generiert und diese fälschlicherweise der Enzyklopädie zugeschrieben haben.
Das Problem: Wenn eine KI falsche Informationen verbreitet und dabei auf Britannica als Quelle verweist, schadet das dem Ruf der traditionsreichen Marke. Nutzer könnten glauben, die Fehlinformationen stammten tatsächlich aus der Enzyklopädie.
Wie heise.de berichtet, wirft Britannica OpenAI einen Markenrechtsverstoß vor. Der Verlag fordert Entschädigung und ein Ende dieser Praxis.
Die Britannica steht mit ihren Vorwürfen nicht allein da. Laut Reuters hat der Verlag im vergangenen Jahr bereits eine ähnliche Klage gegen Perplexity AI eingereicht, die noch nicht entschieden ist.
Der Fall zeigt ein grundsätzliches Problem vieler KI-Systeme: Sie können Informationen halluzinieren, also frei erfinden, und dabei seriös klingende Quellen angeben. Für die genannten Unternehmen und Institutionen kann das zum Imageproblem werden.