KI in der Kritik

Britannica klagt: ChatGPT erfindet Fakten

Die berühmte Enzyklopädie verklagt den ChatGPT-Macher OpenAI. Der Vorwurf: Die KI erfindet Inhalte und schiebt sie Britannica in die Schuhe.
Technik Heute
18.03.2026, 18:00
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Die Encyclopaedia Britannica, eines der ältesten und renommiertesten Nachschlagewerke der Welt, geht rechtlich gegen OpenAI vor. Der Vorwurf wiegt schwer: ChatGPT soll erfundene Inhalte generiert und diese fälschlicherweise der Enzyklopädie zugeschrieben haben.

Das Problem: Wenn eine KI falsche Informationen verbreitet und dabei auf Britannica als Quelle verweist, schadet das dem Ruf der traditionsreichen Marke. Nutzer könnten glauben, die Fehlinformationen stammten tatsächlich aus der Enzyklopädie.

Wie heise.de berichtet, wirft Britannica OpenAI einen Markenrechtsverstoß vor. Der Verlag fordert Entschädigung und ein Ende dieser Praxis.

Nicht die erste Klage dieser Art

Die Britannica steht mit ihren Vorwürfen nicht allein da. Laut Reuters hat der Verlag im vergangenen Jahr bereits eine ähnliche Klage gegen Perplexity AI eingereicht, die noch nicht entschieden ist.

Der Fall zeigt ein grundsätzliches Problem vieler KI-Systeme: Sie können Informationen halluzinieren, also frei erfinden, und dabei seriös klingende Quellen angeben. Für die genannten Unternehmen und Institutionen kann das zum Imageproblem werden.

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