Britischer Tourist steckt in Wengen fast 30 Personen an

Heuer werden keine Ski-Stars über den Hundschopf springen.
Heuer werden keine Ski-Stars über den Hundschopf springen.GEPA Pictures
Die Lauberhorn-Rennen wurden am Montag abgesagt. Grund dafür ist die aktuelle Virus-Situation in Wengen. 

Die Corona-Zahlen sind zu hoch, die Lauberhorn-Rennen finden nicht statt. Kitzbühel springt ein und trägt am kommenden Wochenende zwei Slaloms, eine Woche später zwei Abfahrten und einen Super-G aus.

Die Weltcuprennen am Lauberhorn sollten nicht zum Superspreader-Event werden. Nachdem der Kanton Bern am Wochenende grünes Licht für den Event gab, machten die Behörden am Montag einen Rückzieher.

60 Corona-Fälle wurden innerhalb von vier Wochen in Wengen gemeldet. Fast die Hälfte davon gehen auf einen einzigen britischen Touristen zurück. Diese Person habe anfänglich vielleicht gar nichts von seiner Infektion gewusst, sagt ein Sprecher der Berner Gesundheitsdirektion zum "Tages-Anzeiger".

Aufgrund der rasch steigenden Infektionszahlen geht die Berner Gesundheitsdirektion davon aus, dass sich vor allem die Virusmutation aus Großbritannien in Wengen verbreitet. Wie viele der gemeldeten Fälle auf die mutierte Virusform zurückzuführen sind, ist aber unklar. Im Kanton Bern sind seit Mitte Dezember 14 Fälle der mutierten Virusvariante aus Großbritannien registriert worden. Bei 12 weiteren Fällen ist nicht eindeutig klar, ob es sich um die Variante aus Großbritannien oder Südafrika handelt.

"Absage lässt das Herz jedes Ski-Fans bluten"

Der Entscheid, die Rennen in Wengen abzusagen, trifft die Verantwortlichen und Skifans hart. Urs Näpflin, OK-Präsident der Lauberhorn-Rennen, sagt gegenüber dem SRF: "Die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten stand im Vordergrund. Für uns ist das eine absolute Katastrophe. Wir haben ein Jahr lang auf den Event hingearbeitet."

Bernhard Aregger, CEO von Swiss-Ski, bläst ins selbe Horn: "Die Absage eines der prestigeträchtigsten Rennwochenenden im Weltcup-Kalender lässt das Herz jedes Ski-Fans bluten. Gleichwohl ist es unsere Aufgabe, die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten." Auch Beat Feuz bedauert den Entscheid, findet allerdings: "Unter den gegebenen Umständen muss und kann ich das akzeptieren."

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