Auch Promis dafür

Social-Media-Verbot unter 16: Britisches Oberhaus dafür

Das britische Oberhaus stimmt für ein Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige und erhöht damit den Druck auf Premierminister Starmer.
Newsdesk Heute
22.01.2026, 10:05
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Das Oberhaus vom britischen Parlament hat jetzt für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gestimmt – ähnlich wie das Gesetz in Australien. 261 Abgeordnete waren dafür, 150 dagegen. Eingebracht hat die Änderung der konservative Politiker John Nash. Nach der Abstimmung wächst der Druck auf Premierminister Keir Starmer, auch in Großbritannien ein Social-Media-Verbot einzuführen.

Nash sagte nach der Abstimmung, das Parlament habe "die Zukunft unserer Kinder an erste Stelle" gesetzt. Mit dem Beschluss beginne "ein Prozess, der den katastrophalen Schaden stoppen soll, den Onlinedienste einer ganzen Generation zufügen", so Nash weiter. Unterstützt wurde der Antrag auch von einem Labour-Abgeordneten und einem von den Liberalen.

Vor der Abstimmung hat die britische Regierung angekündigt, dass sie die Gesetzesänderung nicht annehmen wird. Jetzt geht der Antrag ins Unterhaus, das von der Labour-Partei kontrolliert wird. Mehr als 60 Labour-Abgeordnete haben Starmer schon aufgefordert, das Verbot zu unterstützen. Starmer selbst sagte am Montag, seine Regierung wolle zuerst die Ergebnisse einer geplanten Beratung im Sommer abwarten.

Auch bekannte Persönlichkeiten wie der Schauspieler Hugh Grant sprechen sich für das Verbot aus. Außerdem unterstützen laut einer Umfrage von YouGov aus dem Dezember 74 Prozent der Briten diese Maßnahme. Einige Kinderschutzorganisationen warnen aber, dass so ein Verbot ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln könnte.

In Australien gilt seit 10. Dezember ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Seitdem müssen Anbieter wie Tiktok, Instagram und Snapchat dafür sorgen, dass die Konten von Nutzern unter 16 Jahren gelöscht werden. Wer sich nicht daran hält, dem drohen Strafen von mehr als 28 Millionen Euro. Laut Behörden wurden seit dem Start vom Verbot schon mindestens 4,7 Millionen Konten gesperrt.

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