Zwei Monate nach einer Autofahrt unter Drogen- oder Alkoholeinfluss ist US-Popstar Britney Spears mit einem Geständnis dem Häf’n entkommen. Die 44-Jährige hat am Montag in einem Deal mit der US-Justiz fahrlässiges Fahren im Rausch zugegeben. Im Gegenzug hat das Gericht im kalifornischen Ventura eine zwölfmonatige Haftstrafe auf Bewährung ausgesetzt, wie ihr Anwalt Michael Goldstein mitgeteilt hat.
Im Rahmen der Einigung muss Spears jetzt ein Programm zum Umgang mit Suchtmitteln machen und sich regelmäßig mit einem Psychologen und einem Psychiater treffen. "Sie wird das gut machen, und wir alle drücken Britney die Daumen", sagte Goldstein über die Sängerin, die nicht persönlich vor Gericht erschienen ist.
Anfang März wurde Spears in der Nähe von Los Angeles am Steuer ihres schwarzen BMW 430i von der Polizei aufgehalten und musste eine Nacht in Polizeigewahrsam verbringen. Sie sei "unberechenbar mit hoher Geschwindigkeit gefahren", berichtete die "Los Angeles Times". Welches Rauschmittel genau im Spiel war, ist nicht bekannt.
Ihr Management hat danach von einem "absolut unentschuldbaren" Vorfall gesprochen und erklärt, Spears werde jetzt "die richtigen Schritte unternehmen und sich an das Gesetz halten". Laut Medienberichten hat sich die Sängerin daraufhin in eine Entzugsklinik begeben.
Spears ist 1998 als Jugendliche mit "Baby One More Time" zum Superstar geworden, danach folgten Hits wie "Oops! … I Did It Again" und "Toxic". 2008 wurde die Sängerin wegen psychischer Probleme vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen. Ihr Vater Jamie hat daraufhin die Vormundschaft übernommen und damit nicht nur die persönlichen und künstlerischen Entscheidungen seiner Tochter, sondern auch ihr Vermögen kontrolliert. Erst Ende 2021 ist die Vormundschaft nach langem Rechtsstreit beendet worden.
In ihrer 2023 erschienenen Biografie "The Woman in Me" hat Spears angegeben, niemals harte Drogen genommen zu haben. "Ich trank gerne, aber ich habe nie die Kontrolle verloren", schreibt sie. Sie hat aber zugegeben, Adderall genommen zu haben, ein Medikament, das zu den Stimulanzien zählt und bei ADHS verschrieben wird.