Unvorstellbarer Wert

Nächster Museums-Coup: Bronzezeit-Goldschatz gestohlen

Aus dem Museum in Villena wurde ein einzigartiger Goldschatz der Bronzezeit gestohlen. Die Ermittlungen zu dem spektakulären Diebstahl laufen.
Newsdesk Heute
28.08.2026, 10:42
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Nach dem spektakulären Raub im Museum für angewandte Kunst (MAK) von Wien kam es direkt zum nächsten Überfall. Aus einem Museum in Spanien ist einer der bedeutendsten Goldschätze Europas aus der Bronzezeit gestohlen worden. Fast der ganze Schatz wurde aus dem archäologischen Museum von Villena bei Alicante entwendet, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung bestätigt hat. Der Diebstahl sei "ultra-schnell und ultra-professionell" abgelaufen.

Als am Donnerstag in der Früh gegen 5.20 Uhr der Alarm im Museum losgegangen ist, waren die Diebe schon längst über alle Berge, schilderte der Sprecher weiter. Der Bürgermeister von Villena, Fulgencio Cerdán, sagte vor Journalisten, die Täter hätten nur "eine Handvoll" Gegenstände des wertvollen Bronzezeit-Schatzes zurückgelassen. "Wir sind total am Boden zerstört, ich zittere immer noch", fügte der Bürgermeister mit brüchiger Stimme hinzu.

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Ablenkungsmanöver?

Laut Stadtverwaltung haben alle Sicherheitssysteme im kleinen Museum funktioniert. "Keinerlei Panne" sei dabei aufgetreten. Die Diebe dürften über ein Fenster eingestiegen sein und mehrere Fahrzeuge für ihre Flucht genutzt haben, so die Behörden.

Kurz vor dem Einbruch wurde in einer Sportstätte der Stadt ebenfalls ein Alarm ausgelöst. Jetzt wird geprüft, ob das ein Ablenkungsmanöver der Täter gewesen sein könnte.

Der gestohlene Schatz stammt etwa aus dem Jahr 1000 vor Christus und bestand aus rund 50 Stücken, darunter 29 Armreifen, elf Schalen und drei Flaschen. Die meisten Teile waren aus Gold, einige aber auch aus Silber oder Eisen. Entdeckt wurde der Schatz 1963 vom Archäologen José María Soler in einem Behälter in einer Schlucht von Villena.

Der Fall erinnert an spektakuläre Diebstähle in anderen europäischen Museen. Im März 2017 wurde aus dem Berliner Bodemuseum die "Big Maple Leaf", eine 100 Kilo schwere Goldmünze im Wert von 3,75 Millionen Euro, gestohlen. Die Münze dürfte wegen ihres hohen Materialwerts eingeschmolzen worden sein.

Beim Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden im November 2019 wurden Juwelen im Versicherungswert von 116 Millionen Euro geraubt. Ende 2022 konnte die Polizei in Berlin einen Großteil der Beute sicherstellen, viele Stücke waren aber beschädigt.

Im Oktober des Vorjahres drangen Diebe durch ein Fenster in den Pariser Louvre ein und stahlen einen Teil der französischen Kronjuwelen – mit einem materiellen Wert von etwa 88 Millionen Euro und einem unschätzbaren historischen Wert.

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