Brutal-Lockdown: Treffen auch tagsüber nur mit 1 Person

Im Oster-Lockdown ist Lokalen sogar "Take-away" verboten.
Im Oster-Lockdown ist Lokalen sogar "Take-away" verboten.Picturedesk
Gesundheitsminister Anschober legt am Montag die Verordnung für den Lockdown Ost vor. Bleibt es beim Letztentwurf, sind die Regelungen brutal.

Die Zahlen steigen und steigen. Deshalb zweifeln immer mehr daran, dass die sogenannte "Osterruhe" in Wien, NÖ und dem Burgenland tatsächlich nur vom 1. bis zum 6. April dauern wird und erwarten einen härteren Lockdown: Alleine von Samstag auf Sonntag gab es 2.679 Neuinfektionen, die Zahl der Toten stieg um 25 auf 9.256. Was jetzt kommt:

Ausgangssperre

Bis 13. April (!) gibt es eine 24-Stunden-Ausgangssperre für den Osten, für die restlichen Bundesländer bleibt 20 bis 6 Uhr – "Heute" hat die Hintergründe HIER für dich zusammengefasst >>

Persönliche Treffen dürfen ausgerechnet zu Ostern auch untertags nur noch stattfinden, wenn daran auf der einen Seite Personen aus höchstens einem Haushalt gleichzeitig beteiligt sind und auf der anderen Seite nur eine Person beteiligt ist.

Weniger Kontakte

Diese Treffen darf es nur mehr zwischen engen Kontaktpersonen geben. Das sind Kontakte mit dem nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Lebenspartner, einzelnen engsten Angehörigen (Eltern, Kinder und Geschwister) und einzelnen wichtigen Bezugspersonen, mit denen in der Regel mehrmals wöchentlich physischer oder nicht physischer Kontakt gepflegt wird. Auch, wenn diese Personen in anderen Bundesländern leben, dürfen sie von 1. bis 6. April nach Wien, Niederösterreich oder ins Burgenland einreisen bzw. in den Rest des Landes ausreisen.

Kein Spielzeug

Ostergeschenke rechtzeitig kaufen! Geschäfte machen ab 1. April für sechs Tage mit wenigen Ausnahmen (Apotheken, Tankstellen) zu, Supermärkte bleiben offen, dürfen aber einiges (Spielzeug, Blumen, Elektrogeräte) nicht mehr verkaufen.

Geschäfte zu

Auch Click & Collect wird untersagt.

Take-away

Essen kann man – wie berichtet – nicht mehr in der Gastro abholen, Sekt in der City ist verboten. Nur noch Lieferdienste dürfen zustellen. Die Gastronomie trifft das hart. Virologen hatten freilich schon länger gefordert, dass man – wie in anderen Ländern – nur noch Lieferservices gestattet, um die Mobilität der Menschen zu drosseln. Für die ohnehin gebeutelte Gastro-Branche ist dies aber ein weiterer herber Schlag. Wohl auch für jene Runden, die sich unweit der Lokale gerne das eine oder andere Gläschen genehmigten.

Friseur zu

Zwangspause für körpernahe Dienstleister.

WEITERLESEN: Shops, Friseure, Zoos – was jetzt alles zusperren muss >>

Maskenpflicht

FFP2-Masken werden am Arbeitsplatz ab Gründonnerstag (1.4.) Pflicht. In der Verordnung sind konkrete Verordnungen für die Schulen, das Grenzregime, die FFP2-Maskenpflicht am Arbeitsplatz sowie die Berufsgruppentests noch nicht ersichtlich.

Heute berät Anschober mit den Sozialpartnern. Die Wirtschaft ist gegen Schließungen. "In der ersten Wochenhälfte" findet laut Ministerium eine weitere Gesprächsrunde mit den drei Ost-Landeshauptleuten statt. Dass die Maßnahmen nach den Gesprächen verschärft werden, der Lockdown verlängert wird, schließt man im Ministerium nicht aus. Die Corona-Kommission warnte bereits am 25. Februar davor, dass ein "neuerlicher dynamischer Anstieg" der Covid-Fälle die Lage in den Intensivstationen "zum Zusammenbruch bringen" könne.

Handel-Tests können starten

Aus der Blockade der Handel-Zutrittstests im Bundesrat wird am Montag dafür doch nichts. Ende vergangener Woche hatten SPÖ, FPÖ und Neos eine solche angedroht. Doch SPÖ-Burgenland-Landeschef Hans Peter Doskozil stellt sich gegen Parteichefin Pamela Rendi-Wagner. Die beiden roten Bundesräte seines Bundeslandes werden bei der Abstimmung den Saal verlassen. Damit ermöglichen sie der Regierung die Mehrheit um eine (!) Stimme.

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