Ein Einkaufsbummel in der Innsbrucker Innenstadt endete für eine 54-Jährige mit schweren Verletzungen. Die Frau wurde am 5. Juni gegen 14.55 Uhr an der Ecke Museumstraße/Wilhelm-Greil-Straße völlig unvermittelt angegriffen. Nun kämpft sie um das Sehvermögen ihres rechten Auges, wie die "Tiroler Tageszeitung" am Montagabend berichtet.
Laut ihrem Anwalt Alfred Witzlsteiner rammte ihr eine unbekannte Frau eine abgebrochene Flasche ins Gesicht. Die Folge: schwere Gesichtsverletzungen und Glassplitter im Auge.
"Meiner Mandantin musste ein Glassplitter aus dem Auge entfernt werden", sagt Witzlsteiner. "Außerdem wurde die Augenbraue von den Scherben regelrecht durchgerissen."
Die 54-Jährige verbrachte fast eine Woche in der Klinik. Mit dem verletzten Auge sehe sie derzeit nur Schatten. "Ob die Sehkraft wieder hergestellt werden kann, ist ungewiss", so der Anwalt. Auch psychisch leide die Innsbruckerin unter dem Angriff.
Bei ihrer Einvernahme schilderte das Opfer den Vorfall so: "Eine fremde Frau ist an mir vorbeigehuscht und hat mir dabei wortlos und unvermittelt mit einem gläsernen, klirrenden Gegenstand einen wuchtigen Schlag auf den Kopf versetzt."
Anschließend habe die Angreiferin noch versucht, ihr das Handy zu entreißen.
Ein Zeuge verfolgte die Verdächtige nach der Tat und alarmierte die Polizei. Vor dem Hotel Adlers wurde die Frau schließlich festgenommen.
Der Zeuge berichtet: "Die Frau rannte mit erhobener Weinflasche auf mich zu, ich rannte weg. Erst als sie stoppte, hielt ich auch an."
Bei der Festgenommenen handelt es sich um eine 49-jährige Innsbruckerin. Sie machte laut Bericht keine Angaben zur Tat, wurde zunächst in die Psychiatrie und später in die Justizanstalt gebracht. Die Beschuldigte befindet sich seither in Untersuchungshaft.
Opfer-Anwalt Alfred Witzlsteiner sucht weiterhin Zeugen des Angriffs. Hinweise werden unter der Telefonnummer 0512/582859 entgegengenommen.