Brutaler Überfall auf Familie mit kleinem Baby

Fünf Männer überfielen eine junge Familie wegen Codes für Kryptowährungen. Sie wurden bereits verurteilt. Heute steht der mutmaßliche Auftraggeber vor Gericht.
Als Postboten getarnt (einer trug sogar die Uniform eines Paketzustellers) verschafften sich die Männer im Juni vergangenen Jahres Zutritt zu der Wohnung der jungen Familie in Wels (wir berichteten).

Die Täter gingen in weiterer Folge mit äußerster Brutalität vor. Auch dass der Wohnungsinhaber (27) zum Tatzeitpunkt seine erst neun Monate alte Tochter im Arm hielt, schreckte die Männer nicht ab.

Die Angreifer stießen den 27-Jährigen zu Boden und fesselten ihn an einen Stuhl. Seine Lebensgefährtin, die sich im Schlafzimmer aufhielt, wurde ebenfalls gefesselt und geknebelt.

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216.000 Euro Kryptowährung transferiert



Grund der brutalen Home-Invasion: Die Räuber forderten Geld vom Wohnungsinhaber. Denn dies sei er jemandem schuldig. Zudem forderten sie den Onlinezugang, um das Börsenguthaben des Opfers im Wert von 250.000 US-Dollar (216.000 Euro) von einem Krypto-Währungskonto zu transferieren.

Anschließend flüchteten die fünf Männer. Ein Bekannter befreite die junge Familie.

Wenige Monate später konnten alle Beschuldigten ausgeforscht und verhaftet werden. Die Männer wurden mittlerweile auch schon zu insgesamt 39 Jahren Haft verurteilt. Der Haupttäter bekam 13 Jahre, die anderen elf, zehn, vier und drei Jahre Haft aufgebrummt.

20 Jahre Haft drohen



Am Linzer Landesgericht droht heute auch noch einem 26-Jährigen eine lange Haftstrafe. Er soll die Home-Invasion in Auftrag gegeben haben.

Der Angeklagte soll die Tat geplant und die ausführenden Täter miteinander in Kontakt gebracht haben. Hintergrund: Er dürfte dem Kryptowährungshändler die Schuld für eigene Verluste bei einer Investition angelastet haben.

Er muss sich heute wegen erpresserischer Entführung, schwerer Erpressung und schweren Raubes verantworten. Der Strafrahmen reicht von zehn bis 20 Jahren Gefängnis.





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