Niederösterreich

Bub in Hundebox! Schock-Anklage liegt jetzt vor

Ein 12-Jähriger soll in einer Hundebox fast zu Tode gequält worden sein. Jetzt liegt die Anklage gegen Mutter und Freundin bei Gericht auf.

Bub in Hundebox! Schock-Anklage liegt jetzt vor
Landesgericht Krems
Schreiner Daniel

Der Fall rund um einen damals 12 Jahre alten Buben hatte ganz Österreich erschüttert. Jetzt liegt die Anklage beim zuständigen Gericht Krems an der Donau auf.

Rückblick auf Herbst/Frühwinter des Jahres 2022: Das Kind soll über zahlreiche Wochen auf einem Hundenest geschlafen haben. War der Schüler schlimm, soll er von der 32-jährigen Mutter in eine Hundebox gesperrt worden sein. Eine Freundin der Mutter soll via Chats Anweisungen erteilt haben (es gilt für beide Frauen die Unschuldsvermutung).

Weiters soll das Kind zur Züchtigung und Disziplinierung in einem ungeheizten Zimmer bei offenem Fenster und Kälte mit eiskaltem Wasser übergossen worden sein. Weiters soll es viel zu wenig zu essen bekommen haben. Der Bub soll in einer 57 mal 83 mal 50 Zentimeter großen Hundebox über Stunden eingesperrt worden sein. Die Box wurde dabei laut Anklage beschwert und gegen die Wand geschoben, damit der Fluchtweg versperrt war.

Vertuschung durch Behörden

Eine Sozialarbeiterin soll am 23. November 2022 gerade noch rechtzeitig die Rettung gerufen haben. Denn: Das Kind war bereits ins Koma gefallen, hatte nur noch 27 Grad Körpertemperatur und war stark abgemagert.

Unfassbar eigentlich die Vertuschung durch die Behörden: Denn aufgeflogen war der Fall erst im Frühsommer, weil die Mutter Beschwerde gegen die U-Haft eingebracht hatte. Der OGH lehnte diese mit 22. Mai ab.

Die Anklage

Jetzt hat die Kremser Staatsanwaltschaft Anklage eingebracht. Wie schon öfters in der Vergangenheit war von Seiten des Landesgerichts Krems wenig zu hören: Die Anklage liege nun beim Landesgericht Krems, bestätigte lediglich Behördensprecher Franz Hütter am Donnerstag auf eine Anfrage der "APA". Details wurden indes keine verlautbart. Ermittelt worden war gegen die 32-jährige Mutter des Buben wegen versuchten Mordes. Eine 40-jährige mögliche Komplizin galt als Beitragstäterin.

Es wurde in der Causa "Bub in Hundbox" auch eine Expertenkommission des Landes Niederösterreich eingesetzt. Die unabhängige Kommission soll laut der niederösterreichischen Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SP) Rechtsvorschriften, Prozesse und Schnittstellen überprüfen sowie etwaige Verbesserungsvorschläge machen. Der Bericht der Kommission soll laut Jetztstand im Jänner 2024 vorliegen

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