In den Winterleitenseen lauert eine Gefahr aus Kriegszeiten. Es kam bereits zu einem tragischen Zwischenfall, bei dem sich ein Bursch verletzte. Nun sprach auch der angrenzende Truppenübungsplatz Seetaler Alpen eine Warnung aus.
Konkret geht es um weiße Phosphorteile, die wie "Steine" aussehen und sich in den Seen des öffentlich zugänglichen Naturerholungsgebiets befinden. Kommen diese mit Sauerstoff in Berührung, kann es zu explosionsartigen Verbrennungen kommen.
So auch in dem Fall eines jungen Burschen. Dieser wollte gerade den orange glitzernden "Stein", den er ans Ufer gebracht hatte, in seinen Rucksack packen. Plötzlich machte sich ein schwefelartiger Geruch breit. Kurz darauf entzündete sich der Gegenstand. Der Bub konnte das Funstück noch rechtzeitig wegwerfen und verhinderte so Schlimmeres. Dennoch erlitt er Verbrennungen am Finger.
Wie die "Krone" unter Berufung auf den Kommandanten des Truppenübungsplatzes Seetaler Alpen, Manfred Hofer, berichtet, kam es in dem Gebiet schon öfter zu Funden von Kriegsrelikten. Daher seien bereits vor Jahren Warnschilder angebracht worden.
Abgeworfen wurden die Phosphorgranaten damals sowohl von Großbritannien als auch von Deutschland. Durch Erdrutsche und Schneefälle gelangen sie an die Oberfläche. Kommt es zur Entzündung, brennt Weißer Phosphor mit über 1000 Grad Celsius.
Laut Hofer könne man nicht das gesamte Wandergebiet sperren, daher sei Vorsicht geboten. Er warnt davor, die "Steine" aus dem Wasser zu holen. Bei einem Fund solle man sich unter der Telefonnummer 0664/6223450 melden. Aufgrund der aktuellen Lage seien Spezialisten des Bundesheeres vor Ort und suchen die Oberfläche ab. Auch neue Warnschilder wurden angebracht.