Gefräßiger Schädling

Buchsbaumzünsler: Diese Methoden helfen

Die Raupen fressen sich durch Hecken und Formgehölze. Experten erklären, wie man die gefräßigen Schädlinge am besten bekämpft.
19.10.2026, 20:29
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Jedes Jahr aufs Neue plagen die gefräßigen Buchsbaumzünsler Hobbygärtner in ganz Österreich und Deutschland. Die grün-gelben, etwa fünf Zentimeter langen Raupen fressen sich erst tief im Inneren des Gehölzes satt - und machen den Buchsbaum von innen her kahl.

Die gute Nachricht: Die Pflanzen sterben durch den Befall nicht ab. Sind die Blätter abgefressen, ziehen die Raupen weiter. Manchmal wird noch die Rinde angefressen. Für Gartenliebhaber ist der Kahlfraß aber trotzdem ein echtes Ärgernis.

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Wie chip.de unter Berufung auf das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg berichtet, machen biologische Spritzmittel vor allem zu zwei Zeitpunkten Sinn: in der zweiten Hälfte des Aprils und in der ersten Julihälfte. Die Experten raten zu Mitteln auf Basis des Bakteriums Bacillus thuringiensis - diese wirken nur gegen Schmetterlingsraupen und gelten als unbedenklich für Marienkäfer und Haustiere.

So erkennst du den Befall rechtzeitig

Wichtig ist, erst zu spritzen, wenn man die Raupen an den Blättern fressen sieht. Früher erreicht sie das Mittel nicht, da die Tiere noch in ihrem Winterkokon stecken. Das Mittel muss außerdem das ganze Blattwerk erreichen, auch das Innere des Buchsbaums.

Ein früher Schnitt der Buchsbäume und das Absammeln der Larven im April helfen ebenfalls. Im September empfiehlt sich ein erneuter Schnitt, um die Nachkömmlinge zu entfernen, die wieder überwintern wollen. Auch das Abbrausen mit einem starken Wasserstrahl kann die Raupen vertreiben.

Es gibt auch Hoffnung

Inzwischen haben heimische Vögel wie Haussperlinge, Kohlmeisen und auch Wespen die proteinreichen Raupen als Nahrungsquelle entdeckt. Das sorgt dafür, dass der Befall an Buchsbäumen in manchen Regionen abnimmt. In Baden-Württemberg werden Meisen sogar gezielt gefördert, um die Zünsler-Population einzudämmen.

Dennoch gehen Experten davon aus, dass der Buchsbaumzünsler nicht mehr auszurotten ist und jedes Jahr bekämpft werden muss. Die Bekämpfung sei aber mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich.

Alternative Pflanzen statt Buchsbaum

Wer genug vom ständigen Kampf gegen den Zünsler hat, kann auf Alternativen umsteigen. Empfohlen werden immergrüne Nadelgehölze wie Wacholder, Eibe oder Scheinzypresse. Auch Ilex und Berberitze eignen sich als Ersatz. Im Fachhandel werden zudem spezielle Züchtungen als Buchsbaum-Ersatz angeboten.

tec, 19.10.2026, 20:29