Die Teuerungswelleund die hohe Inflation sind in Österreich eine große Belastung für viele Bürgerinnen und Bürger. Von der Bundesregierung wurden daher 28 Milliarden Euro in die Hand genommen, um die Menschen im Land zu entlasten. Der Pensionistenverband schlägt jedoch Alarm und meint, dass das Paket nicht reichen würde.
"Die einzelnen Maßnahmen des beschlossenen Pakets reichen nicht einmal aus, um die Verteuerung bei den elementarsten Bedürfnissen – Essen, Heizen, Wohnen - auszugleichen. Sie wirken nicht nachhaltig, weil sie zum größten Teil nur 2022 etwas bringen. Und sie kommen zu spät, das Geld kommt erst in ein paar Monaten. Wer hier von einem Verhandlungserfolg spricht, beherrscht die Grundrechnungsarten nicht“, erklärt der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) Peter Kostelka.
Die türkis-grüne Bundesregierung hat den Fokus beim Entlastungspaket neben der historischen Teilabschaffung der Kalten Progression insbesondere auf die Erhöhung von Einmalzahlungen gelegt. Der Klimabonusvon 250 Euro wurde demnach mit einem Anti-Teuerungsgutschein auf 500 Euro verdoppelt.
Für den Pensionistenverband geht das jedoch nicht weit genug. So rechnete Kotelka in einer Aussendung: 1.000 Euro plus im Jahr bedeuten aufs Monat umgerechnet plus 83 Euro. Diesen 83,- Euro stehen folgende durchschnittliche monatliche Mehrkosten gegenüber: 30,- Euro für Essen (nur Lebensmittel ohne Hygieneartikel und Reinigungsmittel), 90 Euro für Heizen (Raumtemperatur und Warmwasser) und 52 Euro für Wohnen (bei Annahme eine 65-Quadratmeter-Wohnung). Das macht in Summe 172 Euro. Und damit einen negativen Saldo von 89 Euro.
Besonders die Pensionistinnen und Pensionisten seien hart von der Teuerunghart getroffen. Diese hätten nun Kotelka zufolge "eine offene Rechnung" mit der Regierung. Der Präsident spricht demnach Klartext: "Sie können jetzt nicht weitere 6 Monate mit diesem Minus leben und auf die nächstjährige Pensionsanpassung warten! Das wäre gegenüber den Pensionisten unverschämt und eine Politik der permanenten Vertröstung!"