Darts-Spektakel

Buhrufe und Wespen-Ärger – Littler wieder Weltmeister

Luke Littler bleibt der König des Darts. Der erst 18-jährige Engländer krönte sich am Samstagabend in London zum Doppel-Weltmeister.
Sport Heute
03.01.2026, 22:34
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Titelverteidiger Littler hatte sich im Finale im restlos ausverkauften Ally Pally gegen seinen niederländischen Herausforderer Gian van Veen, immerhin die Nummer drei der Weltrangliste, nach anfänglichen Schwierigkeiten mit 7:1 nach Sätzen durchgesetzt. Damit holte sich das Darts-Wunderkind den zweiten WM-Titel in Folge.

Auch im Endspiel hatte es anfänglich Buhrufe für den Engländer gegeben. Der Einmarsch von Luke "The Nuke" Littler war vom Publikum mit Pfiffen und Buhrufen quittiert worden. Davon unbeeindruckt spielte der Weltranglisten-Erste nach anfänglicher Nervosität noch groß auf, wurde schließlich auch von den gut 3.000 Fans in der Halle lauthals gefeiert. Auch, als die berüchtigte Wespe im Ally Pally im fünften Satz plötzlich um Littler herumschwirrte, den Darts-Star kurz aus dem Konzept brachte.

Neben der Sid-Waddell-Trophäe nimmt Littler den Siegerscheck über eine Million Pfund, rund 1,15 Millionen Euro, mit nach Hause. Für Van Veen, der erstmals im WM-Endspiel stand, gibt es immerhin 400.000 Pfund (459.000 Euro) als Trostpflaster.

Spektakel im Finale

Dabei hatte Van Veen zu Beginn des WM-Finals noch dagegen gehalten, zeigten beide Spieler Nerven. Der Niederländer holte sich aber den ersten Satz mit 3:2, weil Littler auf die Doppel schwächelte.

Doch plötzlich trumpfte der Weltmeister auf, holte sich mit etwas Zittern den zweiten Satz, ehe ihm im dritten Satz sogar das 170-Finish gelang. Der 18-Jährige holte sich sechs Legs in Serie – 3:1.

Kurios wurde es im fünften Satz, als die bereits legendär gewordene "Ally-Pally-Wespe" zurückkam und Darts-Star Littler attackierte. Der 18-Jährige hatte kurz innehalten müssen, sein Spiel verloren. Aber nur für wenige Augenblicke. Letztendlich gewann der souverän spielende Littler gegen den immer verzweifelter wirkenden Weltranglisten-Dritten zehn Legs in Folge und zog auf 6:1 nach Sätzen davon – auch nicht gestoppt durch eine kurze Pause nach dem sechsten Satz, weil das Dartsboard getauscht werden musste, nachdem Van Veen mit dem Finger einen Blutfleck hinterlassen hatte. Der 23-Jährige hatte sich wohl mit seinem eigenen Pfeil verletzt.

Littler beendete das Spiel dann im großen Stile, checkte 147 Punkte, der letzte Pfeil landete in der Doppel-15.

Danach konnte es der 18-jährige Engländer kaum fassen, jubelte und schlug sich ungläubig die Hände vors Gesicht.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.01.2026, 22:48, 03.01.2026, 22:34
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