Die Sicherheitslage verändert sich durch zahlreiche Krisenherde, das Verteidigungsministerium investiert in den Schutz Österreichs. 60 Millionen Euro gehen 2026 alleine nach Niederösterreich, im kommenden Jahr sogar noch mehr, legen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gegenüber "Heute" dar. Die Details:
225 Pandur-Fahrzeuge in 12 Varianten stehen künftig österreichweit zur Verfügung. An der Beschaffung des geschützten Mannschaftstransport-Fahrzeugs sind 220 Firmen aus allen Bundesländern beteiligt, Wertschöpfung: 85 Prozent. Sie werden u.a. auch in Mautern, Zwölfaxing und Melk stationiert sein.
Durch das patriotische Beschaffungswesen konnten in Niederösterreich Firmen vor der Schließung gerettet werden – etwa der Lackierer Plank Lohn in Waidhofen. Mit der Heeres-Bestellung von 225 "Pandur Evolution" kann sogar ausgebaut werden. Die Firma Rukapol mit ihrer Zentrale in Amstetten bekam einen 4,8-Millionen-€-Auftrag über 35.000 Paar Kampfstiefel.
Neben der Beschaffung wird massiv in Infrastruktur und Ausbildung investiert. Am Fliegerhorst Figl in Pabisch wurde ein neues Gebäude für Wartung, Ausbildung und Technik eröffnet. Rund 44 Millionen Euro fließen hier in die Einsatzbereitschaft der Hubschrauberflotte. In Langenlebarn ging zusätzlich ein neues Simulatorgebäude in Betrieb. Die Kosten für das Simulationssystem betragen rund 31,5 Millionen Euro.
„Das Regierungsprogramm sieht ausdrücklich vor, internationale Industriekooperationen in Österreich zu etablieren.“Klaudia TannerVerteidigungsministerin (VP)
Zentral auch: Bei großen Bauvorhaben bleibt der Großteil der Wertschöpfung im Land. 99 Prozent der Bau- und Sanierungsprojekte in Kasernen werden von regionalen Unternehmen durchgeführt. Bis 2028 sollen alle 18 Kasernenstandorte in Niederösterreich weitgehend autark sein – etwa bei Strom, Treibstoff und Lebensmitteln. Allein 2025 wurden Bauprojekte im Umfang von rund 53 Millionen Euro umgesetzt, für 2026 sind weitere 33 Millionen Euro geplant.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: "60 Prozent der Wertschöpfung bleiben bei militärischen Beschaffungen in Österreich. Für mich ist entscheidend, dass wir möglichst viel Wertschöpfung in Österreich schaffen."
„Unsere Betriebe in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung des Bundesheeres.“Johanna Mikl-LeitnerLandeshauptfrau (NÖ)
Starke Unterstützung kommt von der NÖ-Chefin: "Sicherheit ist kein abstrakter Begriff, sie entsteht durch Verantwortung, Leistungsfähigkeit und eine starke heimische Wirtschaft. Investitionen in die Landesverteidigung sind daher immer auch Investitionen in Arbeitsplätze, Innovation und Wertschöpfung in Österreich – und ganz besonders in Niederösterreich. Unsere Betriebe in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung des Bundesheeres und sind zugleich gefragte Partner in europäischen Wertschöpfungsketten", betont Johanna Mikl-Leitner.