Bundesheer-General nun in Heimquarantäne

Generalstabschef Robert Brieger hat sich in Heimquarantäne begeben.
Generalstabschef Robert Brieger hat sich in Heimquarantäne begeben.picturedesk.com
Robert Brieger, Generalstabschef des Österreichischen Bundesheers, hat sich in Heimquarantäne begeben. Ein Familienmitglied hat das Coronavirus.

"Generalstabschef General Robert Brieger ist seit heute in Heimquarantäne. Ein Familienmitglied aus dem selben Haushalt wurde positiv auf #COVID19 getestet. Er selbst wird am Dienstag getestet; vorher würde eine Infektion nicht mit Sicherheit festgestellt werden können", gibt Bundesheer-Sprecher Michael Bauer auf Twitter bekannt. Personen, die mit Brieger Kontakt hatten, werden nun erhoben und informiert sowie ebenfalls am Dienstag auf freiwilliger Basis getestet.

"Unaufgeregter Fachmann"

"General Brieger geht es gut", fügte Bauer an. Brieger folgte Othmar Commenda im Jahr 2018 als Chef des Generalstabes des Bundesheers nach. Brieger gilt als konservativ und national, aber ohne Partei-Präferenzen. Obwohl es Spekulationen gab, Brieger hätte seinen Posten auch der FPÖ zu verdanken, gilt er bei allen Beobachtern als "unaufgeregter Fachmann". Er fiel allerdings auch mit Aussagen auf, dass "Massenmigration" die "größte gegenwärtige Bedrohung" Österreichs sei. 

Fokus auf Bewaffnung

Brieger gilt zudem als Verfechter eines starken und neu ausgerichteten Heers. Er plädierte für eine massive Erhöhung des Heeresbudgets, die Erhöhung der Dauer des Grundwehrdienstes von sechs auch acht Monate und eine Neupositionierung, auch in Hinsicht auf die bewaffnete Landesverteidigung. "Wenn wir es bei Schneeschaufeln, Friedenseinsätzen und ein bisschen Heeressport belassen, sind wir nicht glaubwürdig", wurde er vom "Standard" im Jahr 2018 zitiert.

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