So gelassen reagierte Kanzler Kurz auf Tumult

Kanzler Kurz wurde bei einer Veranstaltung in Bregenz offener Widerstand von wütenden Bürgern entgegengebracht. Ein Video zeigt den Vorfall.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) war am Donnerstag bei einer Diskussionsveranstaltung in Bregenz zu Gast. Dort kam es zu Tumulten, "heute.at" berichtete. Jetzt gibt es ein Video, das den Vorfall zeigt.

Aber von vorne:Kurz war verspätet zu der als "Bürgerdialog zur Zukunft der EU" betitelten Veranstaltung eingetroffen und wollte nach einem kurzen Statement auch schon wieder zum nächsten Termin aufbrechen. Das hat einigen anwesenden Bürgern ganz und gar nicht gefallen. Sie versperrten dem Kanzler kurzerhand den Weg und verlangten Antworten – allen voran zum Thema Asyl. Immerhin sorgten kürzlich zwei Abschiebefälle in Vorarlberg für Gesprächsstoff.

Kurz reagierte souverän auf die protestierenden Teilnehmer. Er ging nochmals vor zur Bühne, schnappte sich das Mikrofon und meinte: "Fragen Sie, ich bin hier." In seinen Antworten verteidigte er den Rechtsstaat und verwies auf die Unabhängigkeit der Justiz. Er hob hervor, dass weder Politiker noch Demonstranten die Entscheidungen über das Bleiberecht treffen. Das machen Asylrichter, deren Job bestimmt kein einfacher sei.

Was die Forderung Vorarlbergs nach mehr Mitspracherecht in Sachen humanitäres Bleiberecht betrifft, so verwies Kurz darauf, dass die Mehrheit der anderen Bundesländer dies nicht wollen würden.

Auch nach der – wahrscheinlich nicht für alle Anwesenden zufriedenstellenden – Beantwortung wurde der Kanzler bei seinem Abschied erneut aufgehalten. Er führte daraufhin ein kurzes persönliches Gespräch mit einem der Diskutanten und machte sich dann auf zum nächsten Termin.

(red)

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