2,5 km durchs Waldviertel

Busfahrer hielt nicht! Bub lief durch Schneehölle heim

Ein Schüler (13) soll zu spät gedrückt haben, der Lenker fuhr weiter. Der Bub musste dann 2,5 km an der Landstraße bei dichtem Schnee zurückgehen.

Busfahrer hielt nicht! Bub lief durch Schneehölle heim
Wieder Ärger für Schüler mit VOR-Bus
Lenger (Symbol)

Zitterpartie für einen 13-jährigen Schüler aus Eggenburg (Horn): Der NMS-Schüler nahm einen VOR-Bus, wollte von seiner Schule in Eggenburg nach Hause in Eggenburg

Der Bub drückte auf den Knopf, war bereit zum Aussteigen, doch der neue oder aushilfsweise fahrende Lenker (Anm.: Schüler kannte ihn nicht) fuhr einfach weiter. Erst im nächsten Ort, in Kühnring, konnte der Schüler den Bus schließlich verlassen. Da die Kinder in der NMS kein Handys haben dürfen, hatte der 13-Jährige auch kein Smartphone mit. Somit blieb dem Bub nichts anderes übrig, als 2,5 Kilometer nach Hause zu gehen.

Der Schüler ging an der tief verschneiten Bundestraße nach Hause. "Mittlerweile war es dunkel, die Straße ist schmal, der Abstand zur Leitschiene sehr gering. Wir dachten schon, der Bus sei nicht gefahren oder unser Kind hatte einen Unfall", so die Eltern und ebenfalls alarmierten Großeltern zu den "Bezirksblättern" (mein.bezirk). Denn das Malheur war just am Montag, 4. Dezember, nach dem schneereichem Wochenende, passiert.

Wir bedauern diesen Vorfall und entschuldigen uns. Aber der Lenker darf aus Sicherheitsgründen auf freier Strecke gar nicht halten
Georg Huemer
VOR-Sprecher

Georg Huemer von VOR dazu: "Wir bedauern diesen Vorfall und möchten uns in aller Form bei dem betroffenen Fahrgast entschuldigen. Gerade im Umgang mit Kindern ist eine besondere Sorgfalt seitens des Lenkpersonals angebracht. Gleichzeitig möchte ich um Verständnis für den Lenker bitten: Gerade im Schülerverkehr mit manchmal voll besetzten Bussen und oft eher aufgeweckten Fahrgästen ist es schwer möglich, den Ausstiegswunsch eines Fahrgastes zu erkennen, wenn dieser diesen nicht rechtzeitig kundtut. In einem solchen Fall muss der Lenker bis zur nächsten Haltestelle fahren, weil ein Ein- oder Ausstieg auf freier Strecke aus Sicherheitsgründen zu unterbleiben hat. Wir bitten die betroffenen Kunden bzw. Erziehungsberechtigten um Details zu dem Vorfall, damit wir dem nachgehen und gegebenenfalls konkrete Konsequenzen ziehen zu können.

Für die Eltern ist der Fall offenbar erledigt, sie hatten bei VOR reklamiert und eine Entschuldigung gefordert.

Zuletzt hatte es bei den VOR immer wieder Beschwerden von Eltern und Schülern wegen "nicht gültiger" Tickets am Handy gegeben. Und: Eine St. Pöltnerin hatte sich über pinkelnde Busfahrer beschwert.

Pipi-Gate um Buslenker - die Bilder: 

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    Anrainer Robert M. stinkt es.
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    privat
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