Mit 1:0 durch den Treffer von Nico Schlotterbeck (26.) geführt, am Ende stand es 2:3 – der BVB musste am Samstagabend die zweite Saisonniederlage, die erste im Signal Iduna Park, hinnehmen. Weil Harry Kane einen Doppelpack schnürte (54., 70./Elfer), mittlerweile bei 30 Saisontreffern hält. Und weil Joshua Kimmich den späten Siegtreffer erzielte (87.), nachdem Daniel Svensson zwischenzeitlich auf 2:2 für den BVB gestellt hatte (83.).
Deutschlands Rekord-Champion hat den 35. Meistertitel der Vereinsgeschichte jedenfalls fest im Blick. Die Elf von Vincent Kompany schüttelte den BVB nun ab, hat nach 24 Runden 63 Punkte auf dem Konto und damit elf Zähler Vorsprung auf die Schwarz-Gelben.
Das sah auch Dortmund-Trainer Niko Kovac betont nüchtern. "Wir haben ein Ziel: Wir wollen als Zweiter in die Champions League", erklärte er nach dem Schlusspfiff, kapitulierte damit im deutschen Titelrennen, das aber ohnehin entschieden scheint. "Es sind elf Punkte, im Fußball kann alles passieren, aber ich bin nicht blauäugig", so der Dortmund-Coach. Er wolle nun "den Rückspiegel im Auge behalten", meinte der Trainer.
"Ich möchte meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Meine Mannschaft hat sich nach Kräften gewehrt, die Bayern mussten sich richtig strecken. Und mit ein bisschen Glück spielst du noch Unentschieden", analysierte der Dortmund-Trainer, ergänzte: "Es war ein Topspiel, Werbung für die Bundesliga. Das wollen wir sehen."
Der BVB hatte es in der ersten Halbzeit abwartender angelegt, machte den Bayern die Räume eng. Ein Plan, der aufging, an dem die Schwarz-Gelben nach dem Seitenwechsel aber nicht festhielten. "Dann lassen die Kräfte nach, dann lässt der Gegner dich laufen. Wenn man drei Tore kassiert, dann hat man etwas falsch gemacht", erklärte Kovac.