Schock im deutschen Wahlkampf: Der baden-württembergische CDU-Chef Manuel Hagel und seine Familie haben Morddrohungen erhalten. Das bestätigte der Politiker selbst wenige Tage vor der Landtagswahl am 8. März.
"Leider ja - das ist für uns auch neu, auch als Familie. Ich kannte das so bisher nicht", bestätigte Hagel die Drohungen wenige Tage vor der Wahl im Gespräch mit dem Portal "The Pioneer".
Jetzt ist die Justiz am Zug: Die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart prüft den Fall. Noch handelt es sich nur um einen sogenannten Prüfvorgang. Heißt: Es wird abgeklärt, ob überhaupt ein strafbarer Verdacht vorliegt.
Brisant: Ein Drohschreiben, das an Hagels Privatadresse geschickt wurde, existiert nicht mehr. Der CDU-Chef hat den Brief selbst vernichtet. Das erschwert die Ermittlungen.
Trotzdem ist das Landeskriminalamt eingeschaltet. Da Morddrohungen ein Offizialdelikt sind, müssen die Behörden auch ohne Anzeige tätig werden.
Die CDU hält sich bedeckt. Man habe die Sicherheitsbehörden informiert, wolle den Fall aber nicht weiter kommentieren. Der Grund: Man will mögliche Nachahmer nicht zusätzlich anstacheln. "Das Wohl und die Sicherheit der Familie von Herrn Hagel stehen für uns an oberster Stelle", betonte ein Fraktionssprecher.