Chaotische Zustände durch starke Schneefälle derzeit vor allem im Süden Österreichs (mehr hier). Aber auch in Bad Ischl in OÖ musste die Feuerwehr in den vergangenen Tagen ständig zu Fahrzeugbergungen bei der Rettenbachalmstraße ausrücken. Lenker blieben im Schnee hängen oder rutschten in den Straßengraben.
So auch wieder am Sonntag. "Bereits bei der Alarmierung hieß es, dass zwei PKW im Graben hängen", so die Feuerwehr in ihrem Bericht. Helfer der Feuerwache Rettenbach/Steinfeld/Hinterstein und von der Hauptfeuerwache Bad Ischl rückten aus.
Heute zwei PKW im Graben
"Ein Auto konnten die Florianis der Feuerwache Rettenbach mit dem Löschfahrzeug aus dem Graben ziehen. Beim zweiten Vehikel kam der Kran vom schweren Rüstfahrzeug zum Einsatz".
Als die Helfer auf der Heimfahrt waren, fanden sie noch weitere vier (!) Fahrzeuge, die von der Fahrbahn gerutscht waren.
Folge: Der Einsatzleiter der Hauptfeuerwache Bad Ischl, Hannes Stibl, ließ nach Rücksprache mit der Stadtpolizei die Straße behördlich sperren. "Zum Glück gab es bei den heutigen Ereignissen keine Verletzten und nur geringe Blechschäden. Damit nicht noch mehr passiert, war dieser drastische Schritt notwendig", so Stibl.
Die Feuerwehr hat folgende Warnung veröffentlicht:
"Die Rettenbachalmstraße ist eine spezielle Straße. Sie ist eine einspurige Schotterstraße, welche geräumt und mit Split gestreut wird. Allerdings kann es bei wechselnden Witterungsverhältnissen, wie es in den letzten Tagen mehrmals der Fall war, dazu kommen, dass der gestreute Split aufgrund wärmerer Temperaturen „versinkt“. Wenn es dann wieder kälter wird, gleicht die Fahrbahn einer Eisbahn. Dies kann innerhalb von 30 Minuten passieren. Ebenso gibt es entlang der 5km langen Rettenbachalmstraße seitlich Richtung Berg einen Entwässerungsgraben. Dieser wird bei Neuschnee von Autofahrern gerne übersehen und somit bei Ausweichmanövern oft zum Verhängnis".
Die Feuerwehr appelliert an die Vernunft der Autofahrer: Die Rettenbachalmstraße sei nicht mit einer geräumten Asphaltstraße zu verwechseln. Dementsprechend müssten auch die Geschwindigkeit und der Fahrstil angepasst werden. "Nach mehr als zwei Stunden waren alle Fahrzeuge wieder auf sicherem Untergrund und die Einsatzkräfte der Feuerwache Rettenbach und der Hauptfeuerwache konnten wieder in die Gerätehäuser einrücken".