Die Spannung in Russland wächst. Wenige Tage vor der traditionellen Siegesparade zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs funktioniert in verschiedenen Teilen Moskaus das mobile Internet nicht mehr. Telefongespräche bleiben zwar möglich, doch viele Dienste sind massiv eingeschränkt.
Russische Mobilfunkbetreiber, die Großbank Sberbank sowie der Internetkonzern Yandex hatten zuvor angekündigt, dass es zu Störungen kommen könnte. Auch Geldautomaten und Kassensysteme sind von den Ausfällen betroffen.
Wie n-tv.de unter Berufung auf die Nachrichtenagenturen rts und dpa berichtet, wurde die diesjährige Parade wegen der angespannten Sicherheitslage bereits verkleinert. Seit Beginn des Ukraine-Krieges vor vier Jahren hat Russland die Kontrolle über das Internet massiv verschärft.
Kremlchef Wladimir Putin hatte die zunehmenden Internetblockaden im April mit der Verhinderung von Terrorismus erklärt. "Die Sicherheit von Menschen wird immer Priorität haben", sagte er laut Kreml bei einer Regierungsberatung.
Beliebte Dienste wie WhatsApp und Telegram sind in Russland längst blockiert und nur noch über VPN-Dienste erreichbar. Doch auch gegen diese geht der Kreml zunehmend vor. Immer häufiger wird das mobile Internet regional komplett abgeschaltet.