Wer ChatGPT kostenlos nutzt, muss sich ab sofort an Werbung gewöhnen. Der KI-Spezialist OpenAI hat sein neues Geschäftsmodell nun auch offiziell in den Datenschutzbestimmungen verankert und startet die Monetarisierung in 31 europäischen Ländern, darunter Österreich.
Das neue Werbemodell betrifft vor allem Nutzer der kostenlosen "Free"-Variante sowie der günstigen Einsteiger-Option "Go". Wer hingegen ein kostenpflichtiges Abo wie ChatGPT Plus, Pro, Enterprise oder Business besitzt, bleibt von Reklame-Einblendungen verschont.
Wie heise online berichtet, setzt OpenAI zum Start auf nicht personalisierte Werbung. Die Anzeigen werden nicht auf Basis von Nutzerprofilen oder früheren Eingaben ausgewählt, sondern basieren auf dem Kontext der aktuellen Unterhaltung. Ergänzt wird dies durch Informationen wie ungefähren Standort, Tageszeit und verwendetes Gerät.
Perspektivisch will OpenAI auch personalisierte Werbefunktionen einführen. Bevor Nutzer maßgeschneiderte Anzeigen zu sehen bekommen, soll laut DSGVO eine explizite Einwilligung abgefragt werden. Wer sich dafür entscheidet, erhält Werbung basierend auf früheren Interaktionen und Chat-Inhalten.
Die Werbebanner erscheinen unterhalb der ChatGPT-Antworten und werden als "gesponsert" gekennzeichnet. Bei sensiblen Themen wie Gesundheit oder Politik soll keine Werbung eingeblendet werden. Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz fungiert OpenAI Irland als offizieller Datenverantwortlicher.