Das KI-Unternehmen OpenAI weitet sein Werbegeschäft mit dem Chatbot ChatGPT auf Europa aus.
Ab kommendem Montag (24. August) werden Werbeeinblendungen in 31 europäischen Märkten aktiviert – darunter auch Österreich, Deutschland und die Schweiz.
OpenAI verspricht Unternehmen ein dialogorientiertes Werbeumfeld. Bei 20 Prozent der Gespräche bestehe bereits eine eindeutige kommerzielle Absicht, so der KI-Anbieter. Zum Start kooperiert OpenAI mit großen Werbeagenturen wie Publicis, WPP, Omnicom und Havas.
Um das Vertrauen der Nutzer nicht zu gefährden, will OpenAI die Werbeinhalte klar von den Chat-Inhalten trennen, meldet heise online.
"Die Antwort von ChatGPT ist klar von den Anzeigen getrennt und deutlich abgegrenzt. Unterhalb der eigentlichen Antwort befindet sich eine graue Linie und unterhalb dieser Linie kann sich eine Anzeige befinden", sagt Dave Dugan, Werbechef bei OpenAI.
Werbetreibende sollen keinen Zugriff auf Chatverläufe erhalten. Dugan betont: "Bei den Werbeeinblendungen gilt grundsätzlich der Schutz der Privatsphäre. Wir geben keinerlei Informationen aus Unterhaltungen an Werbetreibende weiter. Dies ist für uns äußerst wichtig – auch, weil manche Nutzer ChatGPT sehr persönliche Dinge anvertrauen."
Wer keine Werbung sehen will, kann auf kostenpflichtige Abos ausweichen. Das Plus-Abo kostet knapp 23 Euro im Monat, der Pro-Tarif 229 Euro. Das günstigere Einsteigerabo ChatGPT Go für sieben Euro monatlich ist hingegen nicht werbefrei.
Mit der Werbefinanzierung hat OpenAI Anfang 2026 einen Strategiewechsel vollzogen. Firmenchef Sam Altman war früher strikt gegen Reklame.
Nach wie vor nutzen laut Schätzungen 90 bis 95 Prozent der monatlich über einer Milliarde Nutzer die Gratisversion von ChatGPT – diese Gruppe soll nun auch Umsatz bringen.