Schul-Umfrage zeigt

Mehrheit für Handyverbot – aber ChatGPT soll bleiben

Das Handyverbot an Schulen stößt auf breite Zustimmung. Ein Verbot von KI-Anwendungen wie ChatGPT lehnt die Mehrheit der Österreicher hingegen ab.
Newsdesk Heute
03.08.2026, 12:33
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Die Österreicher ziehen bei Smartphones und Künstlicher Intelligenz im Klassenzimmer eine klare Grenze. Während ein Handyverbot an Schulen auf breite Zustimmung stößt, spricht sich nur eine Minderheit für ein Verbot von KI-Anwendungen wie ChatGPT aus. Das geht aus einer aktuellen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos unter 1.000 Befragten hervor.

Demnach befürworten 62 Prozent ein Handyverbot an Schulen. Noch höher fällt die Zustimmung zu einem generellen Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige aus: 72 Prozent sprechen sich dafür aus.

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Seit Mai dürfen Handys in Österreich bis einschließlich der 8. Schulstufe im Schulgebäude nicht mehr privat genutzt werden. Ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche wird derzeit vorbereitet.

KI soll als Lernhilfe bleiben

Anders sieht das Bild bei Künstlicher Intelligenz aus. Nur rund jeder Dritte würde Anwendungen wie ChatGPT an Schulen verbieten. Laut Ipsos unterscheiden viele Menschen klar zwischen Smartphones und sozialen Netzwerken einerseits sowie KI als mögliches Lernwerkzeug andererseits.

Dennoch sehen viele die Entwicklung kritisch. Nur 21 Prozent erwarten überwiegend positive Auswirkungen von KI und anderen Technologien auf das Bildungssystem. 39 Prozent rechnen mit positiven und negativen Folgen, 30 Prozent überwiegend mit negativen.

Integration bleibt größte Herausforderung

Als größte Herausforderung für das Bildungssystem nennen die Befragten die Integration von Kindern mit nicht-deutscher Erstsprache (58 Prozent). Dahinter folgen ein veralteter Lehrplan (42 Prozent) und Lehrermangel (34 Prozent). Für rund jeden Fünften zählt auch der Umgang mit KI im Unterricht zu den größten Problemen.

Die Qualität des österreichischen Bildungssystems wird von etwa einem Drittel als gut bewertet. Rund ebenso viele beurteilen sie als mittelmäßig, während 28 Prozent sie als eher oder sehr schlecht einschätzen.

Digitaler Raum bereitet Sorgen

Mehr als zwei Drittel halten einen Hochschulabschluss weiterhin für wichtig, um beruflich Karriere zu machen. Für ein erfolgreiches Leben insgesamt messen jedoch deutlich weniger Menschen einem Studium große Bedeutung bei. 36 Prozent würden jungen Menschen empfehlen, nach der Schule direkt ins Berufsleben einzusteigen, 24 Prozent raten zunächst zu einem Studium.

Als größte Herausforderungen für Jugendliche nennen die Befragten unter anderem Migration, steigende Lebenshaltungskosten, Mobbing, Gruppenzwang sowie digitale Abhängigkeit und die Auswirkungen von Social Media und KI. Während zwei Drittel Österreich grundsätzlich als sicheres Land für junge Menschen sehen, halten nur 25 Prozent den digitalen Raum für sicher. 62 Prozent sehen das anders.

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