Künstliche Intelligenz wird immer wichtiger – egal ob im Alltag, in der Schule, im Beruf oder für den Wirtschaftsstandort. Mit dem neuen Lehrplan "Informatik und Künstliche Intelligenz" wurde nun der Grundstein für KI im Unterricht gelegt. Ziel sei es, dass KI-Kompetenzen so selbstverständlich werden wie Lesen, Schreiben oder Rechnen.
"Künstliche Intelligenz verändert, wie wir lernen, arbeiten und Informationen einordnen. Daher ist es entscheidend, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig ein fundiertes Verständnis für KI entwickeln, um sie effizient nutzen und verantwortungsbewusst damit umgehen zu können", betont Bildungsminister Christoph Wiederkehr. Mit dem neuen Lehrplan würde die Zukunftskompetenz systematisch in der Schule verankert und damit die digitale Mündigkeit der Jugend gestärkt.
"Künstliche Intelligenz darf kein Spezialwissen für wenige bleiben. KI-Kompetenzen müssen so selbstverständlich werden wie Lesen, Schreiben und Rechnen.", unterstreicht Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll. Mit dem neuen Lehrplan und weiteren Maßnahmen schaffe man die Grundlage dafür, dass junge Menschen KI verstehen, kritisch einordnen und verantwortungsvoll nutzen können.
Der neue Lehrplan verbindet Informatik, KI und digitale Mündigkeit. KI wird dabei nicht als Einzelthema behandelt, sondern mit dem Fokus auf praktische Anwendung unterrichtet.
"Unser Ziel ist ein zeitgemäßer Informatikunterricht, der technisches Verständnis mit kritischem Denken verbindet. Schülerinnen und Schüler sollen KI-Anwendungen nicht nur nutzen können, sondern auch verstehen, wie sie funktionieren, wo ihre Grenzen liegen und welche Auswirkungen sie auf Gesellschaft, Demokratie und Arbeitswelt haben", erklärt Wiederkehr weiter.
Das von der Universität für Weiterbildung Krems entwickelte KI-Basiscurriculum beschreibt, was grundlegende KI-Kompetenz in Österreich bedeutet. Es richtet sich an Menschen ohne technisches Vorwissen und bietet allen – von Bildungsanbietern bis zu Lernenden – eine gemeinsame Grundlage für den gezielten Aufbau von KI-Basiskompetenzen.
Das Curriculum umfasst sieben Lernfelder: "KI erkennen und verstehen", "verantwortungsvoll mit KI umgehen", "KI-gestützte Informationen bewerten", "mit KI kommunizieren und kooperieren", "kreativ mit generativer KI gestalten", "Prozesse und Entscheidungen mit KI reflektieren" sowie "Lernen und Leben im digitalen Wandel gestalten".
Mit dem "Aktionsplan KI-Kompetenzen für Österreich" wird dieser Ansatz auf ganz Österreich ausgeweitet. Der Plan bündelt Maßnahmen für Schule, Weiterbildung, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft. Drei Basisprogramme sorgen für die Umsetzung: das KI-Basiscurriculum als Standard, die Initiative "She goes AI" zur Stärkung von Frauen im KI-Bereich und ein AI Skills Dashboard für mehr Transparenz und Steuerung.
Der Handlungsbedarf ist groß: 70 Prozent der Menschen in Österreich schätzen ihr Wissen über KI als gering ein. Gleichzeitig nutzen schon 39 Prozent generative KI. In der Arbeitswelt sehen mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen KI als nützlich für den eigenen Beruf. Damit Österreich mit der raschen Entwicklung mithalten kann, braucht es verständliche Angebote, gemeinsame Standards und klare Lernpfade.
"Schule muss junge Menschen auf eine Welt vorbereiten, in der KI eine immer größere Rolle spielt. Dazu gehören Anwendungskompetenz, kritische Urteilsfähigkeit und ein reflektierter Umgang mit digitalen Werkzeugen. Der neue Lehrplan ist dafür ein wichtiger Schritt", betont Wiederkehr abschließend.