Alarmierende Studie

1,7 Millionen Österreicher haben Probleme beim Lesen

Die Lesekompetenz in Österreich hat sich deutlich verschlechtert. Laut einer Studie können 1,7 Millionen Menschen Texte nicht ausreichend verstehen.
Österreich Heute
12.06.2026, 21:03
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Die Zahlen sorgen für Aufsehen: Immer mehr Menschen in Österreich haben Schwierigkeiten, Texte sinnerfassend zu lesen. Das zeigt die internationale PIAAC-Studie (da geht es um die Grundkompetenzen von Erwachsenen), die die Fähigkeiten von 16- bis 65-Jährigen untersucht.

Bei einer Fachtagung in Eisenstadt standen die Ergebnisse nun erneut im Mittelpunkt, das berichtet der ORF. Besonders besorgniserregend: Die Lesekompetenz ist im Vergleich zur ersten Erhebung 2011/12 um zwölf Prozentpunkte gesunken.

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Hochgerechnet bedeutet das, dass rund 1,7 Millionen Menschen in Österreich Probleme haben, Texte richtig zu verstehen.

Leiden im Alltag massiv

Für den Alltag kann das weitreichende Folgen haben. Wer Texte nicht ausreichend versteht, hat oft Schwierigkeiten bei Behördenschreiben, Arbeitsanweisungen oder wichtigen Informationen.

Laut Eduard Stöger von der Statistik Austria spielt vor allem die Bildung eine entscheidende Rolle. "Der eigene Schulabschluss, das ist der stärkste Faktor, aber dann kommt schon der Bildungshintergrund der Eltern - also die soziale Herkunft ist ein wichtiger Faktor und hat noch einmal zugenommen im aktuellen Zyklus", schreibt der ORF.

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Auch die Zeit im Kindergarten habe einen Einfluss. Ein längerer Kindergartenbesuch wirke sich positiv auf die Lesekompetenz aus, hieß es bei der Tagung.

Warum Österreich bei der aktuellen Erhebung deutlich schlechter abgeschnitten hat, lässt sich laut den Studienautoren allerdings nur teilweise erklären. Aus den Daten könne man nur zu rund 20 Prozent herauslesen, warum die Ergebnisse schlechter ausfielen als beim vorherigen Test.

Bildungsdirektor Alfred Lehner sieht die Untersuchung deshalb kritisch. "Das ist jetzt eine Langzeitstudie, die wir hier hören und sehen, wo für mich die Vergleichswerte nicht ganz stimmig sind, das muss ich ganz ehrlich sagen."

Vor allem bei Vergleichen mit anderen Staaten äußert Lehner Zweifel. Konkret gehe es dabei um die Frage, wie Nichtmuttersprachler in den jeweiligen Ländern berücksichtigt werden.

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