Die Künstliche Intelligenz hält immer stärker Einzug in die Wirtschaft. Laut einer aktuellen Studie nutzen bereits 40 Prozent der deutschen Unternehmen KI-Anwendungen - ein Anstieg um satte 118 Prozent seit 2024.
Das zeigt: Die Technologie hat längst das Versuchsstadium verlassen und ist in der Breite angekommen. Selbst bei kleinen Betrieben mit unter 50 Mitarbeitern liegt die Nutzungsquote bei knapp 40 Prozent.
Die Daten stammen von IW Consult, wie heise.de berichtet. Für die repräsentative Untersuchung wurden 500 Firmen befragt.
Der KI-Boom verändert auch den Arbeitsmarkt grundlegend. KI-Kompetenzen werden nicht mehr nur von IT-Experten gefordert - die Technologie ist inzwischen in der Produktion, Logistik und im Qualitätsmanagement angekommen.
In der Industrie stieg der Anteil von Stellenanzeigen mit KI-Anforderungen von 10 Prozent (2019/2022) auf 17 Prozent im Jahr 2025. Der Umgang mit KI wird zu einer neuen Basiskompetenz.
Allerdings nutzen immer noch 60 Prozent der Unternehmen keine Künstliche Intelligenz. Die Hauptgründe: fehlende Relevanz für das eigene Geschäftsmodell (61 Prozent), fehlende Kapazitäten (34 Prozent) und datenschutzrechtliche Bedenken (29 Prozent).
Deutsche Firmen setzen laut der Studie auf eine eigene Strategie: Statt Milliarden in die Entwicklung neuer Sprachmodelle zu investieren, nehmen sie global verfügbare Basismodelle und passen diese an ihre spezialisierten Prozesse an.