Der Traum vom neuen Job endete für eine gelernte Personaldienstleistungskauffrau mit einer Anzeige. Dabei hatte das Bewerbungsgespräch bei einer Personalbereitstellungsfirma zunächst offenbar noch problemlos geklappt.
Danach bat der Niederlassungsleiter die Jobinteressentin laut Bericht der "OÖN", fehlende Dokumente per E-Mail nachzureichen. Doch bei den Unterlagen soll die 38-Jährige ordentlich nachgeholfen haben.
Laut Anklage manipulierte sie mithilfe von ChatGPT drei PDF-Dokumente. Eines davon soll sie sogar zur Gänze gefälscht haben. So legte die Frau ein Lehrabschlusszeugnis als Bürokauffrau vor – obwohl sie diese Ausbildung nie abgeschlossen hatte.
Bei ihrem echten Abschluss als Personaldienstleistungskauffrau soll sie zudem das Datum verändert haben. Auch ihren Versicherungsdatenauszug habe sie geschönt und zahlreiche Krankenstandseinträge gelöscht, so der Vorwurf. Dem Niederlassungsleiter waren die Unterlagen verdächtig vorgekommen, er erstattete Anzeige.
Vor Gericht erklärte die Beschuldigte, sie habe eine Krankheit verschweigen wollen. Ihr Verhalten bezeichnete sie als "dumm". Am Mittwoch wurde die reumütig geständige 38-Jährige in Linz zu drei Monaten bedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig, möglich gewesen wären bis zu zwei Jahre Gefängnis.