Neues Jahr, neuer Trainer! Der FC Chelsea hat sich offiziell von Enzo Maresca getrennt. Der Italiener muss trotz zweier Titel gehen – die sportliche Krise und massive Spannungen hinter den Kulissen wurden ihm letztlich zum Verhängnis.
Chelsea bestätigte das Aus am Neujahrstag. Bereits zuvor hatten englische Medien über eine bevorstehende Trennung berichtet. Maresca war erst im Sommer 2024 zu den "Blues" gekommen, gewann mit dem Klub sowohl die Conference League als auch die Klub-Weltmeisterschaft. Dennoch zieht der Verein nun die Reißleine.
In der Premier League ging es zuletzt steil bergab: Nur ein Sieg aus den vergangenen sieben Spielen – für Chelseas Ansprüche klar zu wenig. Doch laut englischen Berichten war die sportliche Talfahrt nicht der Hauptgrund für das Aus.
Viel schwerer wogen offenbar interne Probleme. Zwischen Maresca und der Klubführung soll es schon seit Wochen massive Spannungen gegeben haben. Anfang Dezember hatte der Coach selbst angedeutet, dass es intern extrem unruhig gewesen sei. Die Zusammenarbeit galt seither als stark belastet.
Die Suche nach einem neuen Cheftrainer läuft bereits auf Hochtouren. In England kursieren mehrere Namen. Genannt werden unter anderem Roberto De Zerbi, der allerdings bei Olympique Marseille unter Vertrag steht, sowie Andoni Iraola vom AFC Bournemouth.
Brisant aus österreichischer Sicht: Auch Oliver Glasner wird plötzlich mit dem Topklub in Verbindung gebracht. Der Erfolgstrainer steht nur noch bis zum Sommer bei Crystal Palace unter Vertrag und gilt als international hoch angesehen.
Als heißester Kandidat gilt derzeit allerdings Liam Rosenior. Der Engländer betreut seit 2024 den Chelsea-Partnerklub RC Straßburg und sorgte dort für Furore. In der Vorsaison führte er den Klub überraschend ins internationale Geschäft, aktuell liegt Straßburg auf Rang sieben der Ligue 1. In der Conference League beendeten die Franzosen die Ligaphase sogar auf Platz eins.