Wenn sich der Fußball-Frust auf den Ballbuben entlädt! Beim 2:5 von Chelsea bei Paris Saint-Germain verlor Chelsea-Star Pedro Neto die Nerven - und schubste einen Buben zu Boden.
Die Szene spielte sich tief in der Nachspielzeit im Pariser Prinzenpark ab. Chelsea lag bereits mit 2:4 zurück und wollte das Spiel schnell fortsetzen. Als der Ball ins Aus ging, lief Neto zum Ballbuben, um sich den Ball zu holen.
Der Bub zögerte jedoch. Das brachte Neto auf die Palme. Der Portugiese stieß den Burschen kurzerhand zur Seite, der daraufhin zu Boden ging und liegen blieb.
Die Situation führte sofort zu Tumulten an der Seitenlinie. Spieler beider Teams mischten sich ein, während der Vorfall auch vom Videoschiedsrichter überprüft wurde. Eine Rote Karte gab es jedoch nicht.
TV-Experte Glenn Hoddle stellte sich sogar teilweise hinter den Chelsea-Profi. Der Ballbub habe versucht, Zeit zu schinden, meinte er. Neto habe ihn nur leicht geschubst, um schnell an den Ball zu kommen.
Nach dem Spiel zeigte sich der Flügelspieler reumütig. Er habe sich sofort entschuldigt und dem Ballbuben auch sein Trikot geschenkt. "Ich habe ihn im Eifer des Gefechts geschubst und gesehen, dass ich ihm wehgetan habe", sagte Neto.
Der Bub nahm die Entschuldigung offenbar an, denn nach dem Schlusspfiff umarmten sich beide.
Sportlich blieb für Chelsea dennoch ein bitterer Abend. Nach dem zwischenzeitlichen 2:2 zog PSG in der Schlussphase davon und gewann klar mit 5:2.