China-Bim ohne Schiene als Lösung für Linz?

Die zweite Schienenachse soll Entlastung im Linzer Straßenverkehr bringen. Doch es fehlt das Geld. Nun könnte eine China-Bim Abhilfe schaffen.
Auf 4,7 Kilometer vom Bahnhof durch den Osten von Linz und über die neue Eisenbahnbrücke bis nach Urfahr soll die zweite Schienenachse führen.

Doch das Projekt kostet viel Geld, nämlich etwa 400 Millionen Euro. Geld, das weder die Stadt Linz noch das Land Oberösterreich haben. Deshalb scheint eine Realisierung des Projekts aktuell in weite Ferne gerückt.

Eine neuartige Straßenbahn aus China könnte allerdings eine viel günstigere Variante sein. In der Stadt Zhuzhuo (Provinz Hunan) wurde 2018 ein Testbetrieb aufgenommen.

Das ist die China-Bim

Eine dreiteilige Einheit ist etwa 30 Meter lang und kostet etwa 15 Millionen Yuan (1,9 Millionen Euro, 2,2 Millionen US-Dollar). Sie hat eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und kann etwa 300 Fahrgäste befördern. Ein Fahrzeug kann einem anderen dicht folgen, ohne mit ihm gekuppelt zu sein.
Die Fahrzeuge werden über Lithiumtitanat-Akkumulatoren mit Energie versorgt und können mit einer vollen Ladung etwa 40 Kilometer zurücklegen. Die Batterien können an den Haltestellen über Stromabnehmer wieder aufgeladen werden. Die Wiederaufladezeit beim Schnellladen für drei bis fünf Kilometer beträgt 30 Sekunden. (Quelle: Wikipedia)

Und so funktioniert die China-Bim:



CommentCreated with Sketch.15 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das Fahrzeug, das wie eine Straßenbahn aussieht, hat Gummireifen und wird mit Batterien angetrieben. Die Strecke wird auf der Straße markiert, Sensoren sorgen dafür, dass die Wagen in der Spur bleiben. Der Fahrer wird zudem von zahlreichen Hilfsmitteln unterstützt (Kollisionswarnsystem, Navi).

Die Bim kann sogar die Spur wechseln, etwa bei einem Stau.
Die Bim kann sogar die Spur wechseln, etwa bei einem Stau.
Und die Errichtungskosten der China-Bim liegen bei nur zehn Prozent einer herkömmlichen Straßenbahn. Grund: das teure Verlegen von Schienen fällt ebenso weg wie die Oberleitungen.

München prüft schon



Klingt nach einer Utopie. Allerdings prüft etwa die Stadt München gerade, ob man das System nicht auch in der bayerischen Metropole verwenden kann. Die zuständige Stadträtin Dorothea Wiepcke (CSU) in der Bild dazu: "Das sind Big Points. Keine Schienen, keine Oberleitung, keine Erschütterungen für die Anwohner."

Bei der Linz AG kennt man das System, ist aber skeptisch. Denn noch ist unklar, wie ausgereift die China-Bim wirklich ist.





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