SK Hynix an US-Börse

Chip-Riese warnt: Schlimmste Krise kommt noch

SK Hynix feierte den größten US-Börsengang eines ausländischen Unternehmens - doch der Chef prophezeit das schlimmste Jahr der Branche.
Technik Heute
13.07.2026, 00:07
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Mit großem Rummel läutete SK Hynix am Freitag seinen Börsenstart an der US-Technologiebörse ein. Der südkoreanische Speicherchip-Gigant sammelte dabei 26,5 Milliarden Dollar ein - der größte Börsengang, den je ein ausländisches Unternehmen in den USA hingelegt hat.

Trotz der anfänglichen Euphorie, bei der die Aktie zwischenzeitlich um 13 Prozent zulegte, schloss das Papier letztlich mit einem kleinen Minus von 0,8 Prozent. Die Platzierung war dennoch um ein Vielfaches überzeichnet.

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Wie heise online unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat SK-Hynix-Chef Kwak Noh-jung eine düstere Prognose für die Branche: "Wir gehen davon aus, dass das nächste Jahr aus Sicht der Versorgung das schlimmste Jahr in der Geschichte der Branche sein wird."

Chipkrise treibt Preise hoch

Der Grund für die angespannte Lage: Der massive Wettbewerb um KI-Speicherchips übersteigt bei weitem die Produktionskapazitäten. SK Hynix ist Weltmarktführer bei HBM-Speicherchips, die für KI-Anwendungen unverzichtbar sind und unter anderem an Nvidia geliefert werden.

Erst Ende Juni hatte SK Hynix Samsung als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Südkoreas entthront. Die Marktkapitalisierung erreichte zwischenzeitlich knapp 1,19 Billionen Euro.

Massive Investitionen geplant

Um der Chipknappheit entgegenzuwirken, planen SK Hynix und Samsung gemeinsam Investitionen von umgerechnet 455 Milliarden Euro in neue Werke. Bis 2031 soll sich die DRAM-Produktion in Südkorea verdoppeln. Auch neue Standorte in den USA, Japan und Südostasien werden geprüft.

CEO Kwak bleibt dennoch skeptisch: "Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Kundennachfrage auch über das Jahr 2030 hinaus höher sein wird als unsere Angebotskapazitäten."

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