Der beste Zeitpunkt, ein neues Smartphone zu kaufen, war gestern – und der zweitbeste ist jetzt. Mit diesen Worten warnt Nothing-CEO Carl Pei Verbraucher vor weiter steigenden Preisen.
"In diesem Jahr wird es nicht die gewohnten Rabatte geben", schreibt Pei auf X. Der Grund: Der Speicher ist mittlerweile die teuerste Komponente im Handy. Er kostet mehr als der Prozessor, mehr als das Display - und kann über 50 Prozent der gesamten Hardwarekosten ausmachen.
Wie "heise.de" berichtet, hat der KI-Boom die Nachfrage nach Speicherchips grundlegend verändert. Smartphones stehen nun in direkter Konkurrenz zur KI-Infrastruktur um denselben Speicher. Das treibt die Preise in die Höhe.
Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Seit Februar kommen laut Pei neue Smartphones auf den Markt, die bis zu 100 Dollar teurer sind als ihre Vorgängermodelle. Auch Xiaomi-Chef Lei Jun bezeichnet die Preissituation als "verrückt" und rät Verbrauchern, "lieber früher als später zuzuschlagen".
Die Preissteigerungen betreffen nicht nur Handys: Sony erhöhte den Preis für die PlayStation 5 bereits zum dritten Mal, Nintendos Switch 2 kostet bald über 500 Euro und Valve verlangt für das Steam Deck OLED statt 570 nun 780 Euro.
Analysten erwarten, dass die Lage noch länger angespannt bleibt. Die Ära billiger Speichermedien geht zu Ende. 2026 wird laut Marktforschern ein Jahr, in dem Technik aufgrund von Lieferengpässen teurer wird - nicht wegen höherer Nachfrage.
Wer also ein neues Handy braucht, sollte besser nicht warten. Denn eines ist klar: Billiger wird es so bald nicht.