Wer am virtuellen Rasen kickt, kennt Bandenwerbung aus Sportspielen wie "EA Sports FC". Doch nun macht Electronic Arts Ernst mit einer systematischen Werbeplattform namens EA Advertising.
Der Publisher kündigte am Montag an, dass Werbepartner künftig gezielt EA-Kunden erreichen können. In Titeln wie "EA Sports FC", "Madden" und "College Football" können Marken Werbebanden, Anzeigetafeln und Broadcast-Einblendungen buchen.
Wie "heise.de" berichtet, werden die Anzeigen dynamisch in die 3D-Umgebung eingespielt. Laut EA soll das Spielerlebnis dadurch sogar verbessert werden - weil die Werbung realistisch in die Sportspielerlebnisse eingebunden wird.
"Marken bekommen eine wertvolle Möglichkeit, auf eine Weise präsent zu sein, die einen Mehrwert schafft und das Spielerlebnis respektiert", erklärt EAs Chief Experiences Officer David Tinson.
Doch die Werbeplattform ist nicht auf Sportspiele beschränkt. EA hat einen eigenen Ad-Server und ein SDK für seine Spiele-Engine Frostbite entwickelt. Damit reicht die technische Grundlage weit über Stadien hinaus. Werbematerial zeigt etwa gebrandete Handtaschen in "Die Sims".
Werbung in EA-Spielen ist kein neues Phänomen. Schon 2006 begann EA mit dynamischer In-Game-Werbung zu experimentieren. 2024 brachte EA-Chef Andrew Wilson "durchdachte" Werbung ins Gespräch – und erntete Kritik.
EA wird aktuell von einem Konsortium für 55 Milliarden US-Dollar übernommen. Dahinter stehen der saudi-arabische Staatsfonds PIF und mehrere Investmentfirmen.