Großer Schock für Badegäste in Eggenburg: Das Freibad in der Bezirkshauptstadt musste Freitagnachmittag nach einem Chlorgasaustritt vorübergehend evakuiert werden.
Auslöser war eine undichte Chlorgasflasche im Technikraum der Anlage. Das Freibad wurde vorsorglich geräumt und vorübergehend gesperrt.
Die Feuerwehr konnte die Situation rasch unter Kontrolle bringen. "Vor Ort wurde der betroffene Bereich umgehend abgesperrt und unter schwerem Atemschutz mit Schutzanzügen Kontrollmessungen durchgeführt, um die Ursache für das Auslösen der Anlage zu lokalisieren", so die Freiwillige Feuerwehr Eggenburg.
Die undichte Flasche wurde geborgen und in einen mit Wasser gefüllten Edelstahlbehälter gelegt. Anschließend wurde der Technikraum durchgelüftet. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
Auch an anderer Stelle gibt es derzeit Probleme in einem niederösterreichischen Bad. Im Strandbad Klosterneuburg ist der Donau-Altarm behördlich gesperrt worden.
Grund dafür ist eine Wasseruntersuchung, bei der eine Vermehrung von Cyanobakterien festgestellt wurde. Die von den Blaualgen abgegebenen Giftstoffe können Hautreizungen, allergische Reaktionen sowie Magen-Darm-Beschwerden verursachen.
Besonders bei hohen Wassertemperaturen können sich die Bakterien rasch vermehren. Für Hunde können die Giftstoffe sogar tödlich sein.
Die Bezirkshauptmannschaft hat ein Badeverbot für den Altarm verhängt. Für Badegäste gibt es aber Entwarnung: Die Schwimmbecken des Strandbades sind von der Sperre nicht betroffen und können weiterhin genutzt werden.