Der Streit um diesen Stoff könnte die Debatte des Sommers werden: Bereits vor einigen Wochen hat ein Streit um ein Burkini-Verbot in einem Salzburger Hotel hohe Wellen geschlagen. Gäste klagten das Hotel, "Heute" berichtete ausführlich.
Der Streit um zwei Frauen, die in einem Salzburger Hotel nicht im Burkini in den Pool durften, schlägt weiter hohe Wellen. Der Fall landete sogar vor Gericht und heizt die Diskussion um Burkinis erneut an.
Das Thema sorgt auch in anderen Regionen für Aufruhr. In Vorarlberg hat sich vol.at erkundigt. Im Parkbad Lustenau etwa, wird über Burkinis häufig diskutiert, vor allem dann, wenn Kleidung nicht aus dem vorgeschriebenen Badestoff besteht. Laut Badbetreibern sorgen Hinweise des Personals häufig für Streit.
Dazu kommen Hygiene- und Sicherheitsfragen. Badegäste müssten vor dem Schwimmen unbedingt duschen, das werde hier aber oft vernachlässigt. Außerdem könnten sich ungeeignete Stoffe mit Wasser vollsaugen und dadurch schwer werden - das könne im Ernstfall gefährlich sein.
"Natürlich sind Burkinis erlaubt, solange es sich dabei wirklich um Badebekleidung handelt", sagt Badleiter Oliver Tschabrun zu vol.at. Entscheidend ist aber im Walgaubad in Nenzing nicht der Schnitt, sondern das Material. Auch im Seebad Bregenz gilt der Burkini als "übliche, hygienisch einwandfreie Badekleidung".
Viele Menschen forderten bereits in der Diskussion um den Fall in Salzburg ein generelles Verbot von Burkinis. Das allerdings wäre laut der Fachgruppe der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Vorarlberg rechtlich kaum möglich. Ein solches Verbot könnte als Diskriminierung gewertet werden, so vol.at. Entscheidend seien sachliche Kriterien wie Hygiene und Material - nicht religiöse Hintergründe oder die Form der Kleidung.