Einer der weltweit größten Betriebe der Branche muss jetzt radikale Maßnahmen setzen. Beim Vorarlberger Verpackungshersteller Alpla stehen harte Einschnitte bevor. Das Unternehmen prüft bis Jahresende den Abbau von bis zu 155 Stellen am Stammsitz in Hard.
Als Grund nennt Alpla die schwierige wirtschaftliche Lage und steigende Kosten. Der Standort in Hard soll neu ausgerichtet werden, um Produktivität, Kundennähe und Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
In einer Aussendung erklärt das Unternehmen, dass der Stammsitz langfristig abgesichert werden soll. Gleichzeitig müssten aber auch die Kosten angepasst werden.
Von den Maßnahmen könnten mehr als zehn Prozent der knapp 1.000 Mitarbeiter betroffen sein. Laut Alpla soll der Stellenabbau unter anderem durch nicht nachbesetzte Jobs, Pensionierungen, Rollenverschiebungen und Vertragsauflösungen umgesetzt werden.
Man wolle "diesen Vorgang verantwortungsvoll und sozialverträglich umsetzen", heißt es vom Unternehmen. Die Mitarbeiter wurden am Donnerstag über die Pläne informiert.
Alpla zählt zu den größten Herstellern von Kunststoffverpackungen weltweit. Das Unternehmen produziert und recycelt Verpackungen an 206 Standorten in 45 Ländern. Insgesamt beschäftigt Alpla rund 25.500 Mitarbeiter.