Nächster harter Einschnitt für die Fahrzeugbranche: Der Motorkomponentenhersteller Elko König baut 70 Stellen ab. Die betroffenen Mitarbeiter wurden bereits beim AMS zur Kündigung angemeldet, das berichten die VN.
Hintergrund ist das Aus der Zylinderproduktion in Rankweil. Schon im Herbst hatte das Unternehmen angekündigt, einen Teil der Produktion womöglich nach Indien zu verlagern.
Betroffen ist die K-Cyl FlexCo - eine Nachfolgegesellschaft der 2024 insolvent gegangenen Firma Elko König. Für die Beschäftigten wurde laut Unternehmen ein Sozialplan ausgearbeitet. Der Betriebsrat sprach von konstruktiven Gesprächen.
Elko König hatte im Mai 2024 ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung angemeldet. Damals waren noch rund 360 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Die Schulden lagen bei 21,3 Millionen Euro.
Im Zuge der Sanierung wurde die K-Cyl FlexCo gegründet, um bestehende Aufträge im verlustbringenden Zylinderbereich noch abzuarbeiten. Diese Aufträge sind jetzt abgeschlossen. Deshalb werden Ende Juni die Dienstverhältnisse von rund 80 Mitarbeitern aufgelöst. Etwa zehn Beschäftigte sollen in die Elko König übernommen werden, wo derzeit 175 Menschen arbeiten.
Parallel dazu führt das Management Gespräche mit einem indischen Industriepartner. Damit soll für Teile des Zylinder-Geschäfts eine neue Perspektive entstehen. Gleichzeitig will das Unternehmen Wachstumsmärkte in Indien und Südasien erschließen.
Laut Unternehmen war die K-Cyl FlexCo von Anfang an nur als befristete Lösung gedacht. Künftig soll der Fokus auf dem Kolbenbereich in Rankweil liegen. Der Standort bleibe Stammsitz und Kompetenzzentrum.